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Internationaler Frauenkampftag am 8. März: fzs mahnt Gleichstellungsbemühungen in der Wissenschaft an

07.03.2013: Der Frauenanteil bei Habilitationen und Professuren steigt langsam an. Die momentanen Entwicklungen genügen jedoch keinesfalls, um ein gleichberechtigtes Wissenschaftssystem zu erreichen.

Auch wenn mehr Frauen als Männer ein Studium abschließen, sind fast drei Viertel der Neuberufenen Männer. In den höchsten Besoldungsgruppen sind immer noch fast 85% der Lehrstühle mit Männern besetzt.

Dazu erklärt Dorothea Hutterer vom Vorstand des fzs: "Gerade die aktuelle Sexismus-Debatte verdeutlicht, dass Sexismus ein alltäglich auftretendes Problem ist. Noch lange ist keine endgültige Gleichstellung in unserer Gesellschaft erreicht. Auch im Wissenschaftsbereich sind Frauen weiterhin benachteiligt und unterrepräsentiert, da immer noch unter 20% der Professuren mit Frauen besetzt sind. Es ist auch nicht verwunderlich, dass mit höherem akademischem Grad, der Anteil von Frauen rapide sinkt. Frauen werden nämlich auch im Wissenschaftsbetrieb für die gleiche Tätigkeit deutlich schlechter bezahlt als Männer."

Erik Marquardt, ebenfalls Vorstandsmitglied des fzs, ergänzt: "Die gläserne Decke muss endlich Geschichte sein. Informelle und männlich dominierte Netzwerke und Strukturen müssen aufgebrochen werden. Innerhalb des gesellschaftlichen Diskurses muss endlich klargestellt werden, dass fehlende Gleichstellung und Sexismus Frauen immer noch strukturell benachteiligen. Es muss möglich sein, unabhängig vom Geschlecht eine wissenschaftliche Laufbahn einzuschlagen. An manchen Hochschulen sind nahezu 100% der Honorarprofessuren mit Männern besetzt. Wir fordern eine gesetzliche Frauenquote bei Neuberufungen."

Die Mitgliederversammlung des fzs, die am letzten Wochenende in Mainz stattfand hat sich auch mit genderpolitischen Themen befasst. So wurden in einem Beschluss die bekannten "Unicum-Tüten" kritisiert, da sie neben des eindeutigen Werbecharakters auch die heteronormativen Verhältnisse verfestigen und Sexismus befördern. "Auch dadurch wird Gleichstellung verhindert. Wir fordern Unicum auf, die Hochschulen nicht für scheinbar zielgruppenspezifische Werbung zu benutzen.", ergänzt Marquardt abschließend.

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