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PM: Gläserne Studis ohne Mehrwert - fzs fordert politische Handlung statt Datensammlung

30.11.2015: Am 30.11.2015 fand im Bundestag im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung eine Anhörung zur Novellierung des Hochschulstatistikgesetzes statt. Der fzs hat sich in der Anhörung gegen die Datensammlung der Studienverlaufsstatistiken und für mehr politische Umsetzung der Datenerhebungen in Richtung sozialer Öffnung der Hochschulen eingesetzt.

PM: Gläserne Studis ohne Mehrwert - fzs fordert politische Handlung statt Datensammlung

Am 30.11.2015 fand im Bundestag im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung eine Anhörung zur Novellierung des Hochschulstatistikgesetzes statt. Der fzs hat sich in der Anhörung gegen die Datensammlung der Studienverlaufsstatistiken und für mehr politische Umsetzung der Datenerhebungen in Richtung sozialer Öffnung der Hochschulen eingesetzt.

Marie Dücker, Mitglied im Vorstand des fzs, kommentiert: "Grundsätzlich stehen wir der Sammlung dieser riesigen Datenpakete äußerst skeptisch gegenüber. Gerade die angestrebte "Studienverlaufsstatistik" ist datenschutzrechtlich bedenklich. Diese Daten sollen zwar pseudonomysiert werden, aber gerade bei sehr kleinen Studiengängen können die Daten nicht ausreichend vor Rückverfolgung geschützt werden. Außerdem können Personen mit individuellen Lebensläufen leicht individuell recherchiert werden - die behauptete Nichtrückverfolgbarkeit ist also nicht gegeben. Außerdem sollen die Daten bis zu zwölf Jahre nach Abschluss des Studiums gespeichert werden. Wir lehnen Maßnahmen in Richtung einer "lebenslangen Matrikel" ab - der Staat sollte nicht komplette Studienverläufe auswerten und verwenden können. Dass der Bundesrat nun fordert, die Daten auch anderen Landesbehörden wie der Polizei zugänglich zu machen, besorgt uns sehr und muss verhindert werden!"

Ben Seel, Mitglied im Vorstand des fzs, fügt hinzu: "Die Begründung des Hochschulstatistikgesetzes suggeriert direkte Handlungsmechanismen zur Verbesserung der Situation an Hochschulen. Aber eine reine Erhebung der Daten kann keine Verbesserserung herbei führen. Dies kann erst durch weitere politische Maßnahmen geschehen. Nun sind auch ohne diese statistische Erhebungen diverse Probleme im Hochschulwesen bekannt, dennoch kommt es nur in seltensten Fällen zu konkreten Handlungen durch die Bundesregierung. Aktuelle Beispiele sind hier die prekären Arbeitsbedingungen an Hochschulen oder die Probleme beim Übergang zu Master. Diese sollten durch eine Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes, eine Masterplatzgarantie oder eine bessere Finanzierung von Hochschulen verbessert werden. In diesen Bereichen sollte die Koalition die Arbeit aufnehmen - die Grundlage und Vorschläge dazu sind vorhanden, auch ohne Datensammelwut."

Die Stellungnahme des fzs finden sie hier: www.fzs.de/extra/show/346805.html

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