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Berliner Studierende boykottieren CHE-Ranking

31.10.2007: Die Studierenden der Alice Salomon-Fachhochschule in Berlin kritisieren das CHE-Ranking und rufen zum Boykott der Umfrage auf

Wie an zahlreichen Hochschulen bundesweit hat auch das Rektorat der Alice Salomon-Fachhochschule (ASFH) Berlin beschlossen, sich künftig am "Hochschulranking" des Bertelsmann-nahen Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) zu beteiligen. Der AStA der ASFH hat daraufhin beschlossen, dieses umstrittene Ranking zu boykottieren und die Studierenden der Hochschule dazu aufgerufen, sich nicht an der Befragung zu beteiligen. Eine studentische Vollversammlung hat am 25. November mit überwältigender Mehrheit beschlossen, die Position des AStA zu unterstützen und die Hochschulleitung dazu aufgefordert, die Briefe zur Umfrage zurück zu halten und nicht an die Studierenden zu verteilen.

Das Rektorat stellt sich gegen die studentische Position und reagierte auf die Ankündigungen des AStA mit der Durchsetzung des Hausrechts, indem Aushänge künftig nur noch nach Bewilligung durch die Rektorin an der Hochschule angebracht werden können. Die Briefe sowie die Zugangsdaten zum CHE-Ranking wurden in den vergangenen Tagen an die Studierenden verteilt.

Die Aktion der Berliner Studierenden macht die Kritik an dem von der Bertelsmann-Stiftung getragenen CHE erneut deutlich. Das seit mehreren Jahren durchgeführte CHE-Ranking gerät einerseits wegen gravierender methodischer Mängel regelmäßig in die Kritik. Andererseits ist diese Umfrage aus Sicht zahlreicher Studierender ein Instrument, das zunehmend Einfluss auf die Beschäftigungschancen von AbsolventInnen habe - wer an einer "gut gerankten" Hochschule studiert hat, hat anschließend bessere Chancen am Arbeitsmarkt. Damit dient das Ranking der weiteren Marktorientierung von Hochschulen und der einseitigen Fokussierung auf die Verwertbarkeit von Studieninhalten; der Anspruch, flächendeckend qualitativ hochwertige Hochschulbildung zu ermöglichen, kommt unter die Räder. Der AStA der ASFH erklärte: "Wir sind nicht gewillt in einer ohnehin schon auf Wettbewerb und Verwertbarkeit ausgerichteten Gesellschaft uns auch diesem, von wirtschaftlicher Seite erdachten - das CHE ist ein Produkt der Bertelsmann Stiftung - weiteren Instrument der Einflussnahme von reaktionären Strömungen auf die Hochschullandschaft zu unterwerfen."

Die Berliner LandesAStenKonferenz sowie zahlreiche andere Studierendenschaften unterstützen die Aktion der ASFH und rufen weitere Hochschulen dazu auf, das vom CHE durchgeführte "Ranking" zu boykottieren.

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