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"Falsch verbunden - fzs fordert Auflösung von studentischen Verbindungen"

23.05.2013: Auf ihrem diesjährigen Burschentag hat die "Deutsche Burschenschaft" erneut über den sogenannten Ariernachweis diskutiert. Was wie ein Konzept aus düsteren Zeiten klingt, ist bei einigen Burschenschaften von heute immer noch aktuell. Mitglied werden soll nur, wer "deutsch" genug ist.

Außerdem werden offen rassistische Meinungen bei DB Burschenschaften vertreten. Bereits in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten fielen Burschenschaften immer wieder durch rechtsradikale Tendenzen auf. Der fzs lehnt das Konzept von Burschenschaften und studentischen Verbindungen ab.

Erik Marquardt, Vorstand des fzs erklärt hierzu: "Die Deutsche Burschenschaft ist ein Haufen weißer, deutscher, rassistischer Männer, die ihre Gesinnung in einem Club organisieren. Wir brauchen das nicht, das kann weg. Die DB hat aus den letzten 100 Jahren nichts gelernt. Da glauben wir auch nicht, dass sich das in den nächsten paar Jahren ändert. Wenn die Alliierten nach dem zweiten Weltkrieg derartige Zusammenschlüsse verbieten konnten, spricht wohl nichts dagegen das auch heute zu tun. Auch wenn die DB aktuell beispielsweise durch eine Werbekampagne an die Abgeordneten in den Landtagen versucht, sich als "Wegbereiter des Deutschen Verfassungsstaates" darzustellen, grenzen ihre Überzeugungen eher an Sektentum als an politische Bildung,"

Doch nicht nur die "Deutsche Burschenschaft" vertritt fragwürdige Positionen und sorgt durch Struktur und Auftreten für die Reproduktion von fragwürdigen Gesellschaftsbildern. In Studentenverbindungen wird in der Regel das gesamte Spektrum national-konservativer bis völkisch-nationalistischer Ansichten vertreten. Entschiedenes Handeln von Dachverbänden wie dem Konvent Deutscher Akademikerverbände gegen rechtsradikale Tendenzen in Verbindungen und Burschenschaften sucht man indes vergebens.

Katharina Mahrt, Vorstand des fzs, ergänzt: "Das Konzept der Studentenverbindungen ist schon lange überholt. Wir sehen darin keinen Sinn und fordern die Auflösung von Verbindungen. Völkisch denkende Männerbünde, die das Lebensbundprinzip und andere konservative Wertvorstellungen eint, dienen vor allem der Knüpfung von Seilschaften. Diese patriarchalen Strukturen fallen aber auch immer wieder dadurch auf, dass sie rechtsradikale Tendenzen zumindest dulden. Die Frage ist doch: Wozu brauchen wir Karrierevereine, in denen es klare Hierarchien bis zum Tod gibt und in denen die "Ehre" neben ritualisierten Gelagen verbindende Merkmale sind? Das Konzept der Studentenverbindungen entstammt vergangenen Jahrhunderten und wird weder jetzt noch in der Zukunft benötigt."

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