fzs - freier zusammenschluss von studentInnenschaften
aktuelles |  presse |  newsletter |  kontakt |  suche |  intern |  english
aktuelles
über uns
themen
termine
kampagne
service
Banner: Gendermania
Banner: Lernfabriken ...meutern!
Banner: festival contre le racisme
Banner: Hochschulwatch
Banner: gmg2014
Banner: esu
Banner: fzs_shop
Banner: ABS - Aktionsbündnis gegen Studiengebühren
Banner: bündnis für politik- und meinungsfreiheit
Banner: fzs

Kürzung des Kindergeldes trifft vor allem Studierende

fzs: Politik der großen Koalition hat mit sozialer Gerechtigkeit nichts zu tun

Berlin (fzs). Der freie zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) kritisierte heute aufs Schärfste die von der Großen Koalition beschlossenen Änderungen beim Kindergeld. Die Absenkung der Altersgrenze habe fatale Auswirkungen auf die soziale Situation von Studierenden. Der studentische Dachverband fordert eine bessere finanzielle Ausstattung von Hochschulen statt sinnloser Kürzungen.

Das heute beschlossene Steueränderungsgesetz sieht eine Absenkung der Altersgrenze beim Kindergeld von 27 auf 25 Jahre vor. Die Bundesregierung begründet diesen Einschnitt mit der Hoffnung, dass sich dadurch Studierende zu einem schnelleren Studium animieren ließen. Christian Berg, Mitglied im Vorstand des fzs, erklärte dazu heute in Berlin: "Die Bundesregierung ignoriert, dass das vergleichsweise hohe Alter von Absolventinnen und Absolventen maßgeblich auf die mangelhafte Studienfinanzierung und eine schlechte Ausstattung von Hochschulen zurückzuführen ist. Um die Situation von Studierenden und die Qualität von Hochschulbildung zu verbessern, brauchen wir eine bessere Betreuung und vor allem steigende Mittel für Hochschul- und Studienfinanzierung." AbsolventInnen sind derzeit durchschnittlich 28 Jahre alt.

Eine Absenkung der Altersgrenze beim Kindergeld betrifft aus Sicht des fzs vor allem Studierende in der Abschlussphase sowie Studierende, die über den zweiten Bildungsweg an die Hochschule gekommen sind oder keine 'normale' Bildungsbiografie aufweisen können. Diese sind deshalb zu längerer Erwerbstätigkeit oder gar zum Abbruch ihres Studiums gezwungen. Christian Berg: "Die Antwort der Bundesregierung auf die soziale Schieflage im Bildungssystem ist eine weitere Verschärfung der Situation einkommensschwacher Menschen. Diese Politik von Union und SPD hat mit sozialer Gerechtigkeit nichts zu tun."

Aus Sicht des fzs werden auch weitere Bestandteile der aktuellen Finanzpolitik der Bundesregierung massive Auswirkungen auf Studierenden haben. Die Kürzung der Regionalisierungsmittel, die vor wenigen Tagen beschlossen wurde, wird die studentische Mobilität durch höhere Semesterticketpreise einschränken. Auch die Erhöhung der Mehrwehrsteuer wird gerade Studierende treffen. Die Politik der großen Koalition macht Studieren immer schwieriger.

nach oben | seite drucken | seite versenden | impressum