fzs - freier zusammenschluss von studentInnenschaften
aktuelles |  presse |  newsletter |  kontakt |  suche |  intern |  english
aktuelles
über uns
themen
termine
kampagne
service
Mailinglisten
newsletter
zum bestellen
pressespiegel
fahrtkostenerstattung
landesvertretungen
hochschulgesetze
adressreader
links
news einbinden (rss)
download
Banner: Lernfabriken ...meutern!
Banner: fzs_shop
Banner: Hochschulwatch
Banner: festival contre le racisme
Banner: gmg2014
Banner: esu
Banner: ABS - Aktionsbündnis gegen Studiengebühren
Banner: bündnis für politik- und meinungsfreiheit
Banner: fzs
service > zum bestellen

Produkt-Details:

Studienheft 10: Naturalisierung

Beiträge der Wissenschaft zur Legitimation von Armut und Ausgrenzung
Erscheinungsdatum Oktober 2015
  

Wissenschaft hat üblicherweise einen guten Ruf und ist hoch angesehen. Ihre Entwicklung ist in der Öffentlichkeit mit optimistischen Erwartungen für die Verbesserung des Lebens verbunden. Das war nicht immer so. "Wissenschaft in gesellschaftlicher Verantwortung!" war eine der zentralen Forderungen der 68er-Bewegung und der durch sie beeinflussten Hochschulreform. Für diese Verantwortung, die eben nicht als akademischer ›Normalfall‹ angesehen wurde, sollten jedoch erst einmal die notwendigen politischen Bedingungen und (Hochschul-)Strukturen geschaffen werden. Grund für diese kritische Forderung war dabei die Annahme, dass die etablierte Wissenschaft tendenziell mit gesellschaftlichen Herrschafts- und Machtinteressen im Bunde war. Hat sich daran inzwischen etwas geändert? Einiges sicher, aber nicht alles.

So erleben wir etwa, dass immer mehr wissenschaftliche Spezialisierungen entwickelt und ausgebaut werden, um gesellschaftliche Missstände erklärend zu rechtfertigen. Die Rede ist von zunehmender gesellschaftlicher Ungleichheit und Ausgrenzung vor dem Hintergrund einer wachsenden Polarisierung zwischen Arm und Reich. Hier tauchen dann akademische Ansätze auf, die den davon negativ betroffenen Menschen individuelle ›Defizite‹, Schwächen oder gar Krankheiten bescheinigen - die gesellschaftlichen Ursachen von Ungleichheit und individuellem Leiden jedoch oftmals übersehen. Ein boomender Markt an Therapien und Medikationen wird dadurch inzwischen bedient. Kritiker dieser Entwicklung prägten erst vor kurzem den Begriff der "pathologischen Wende" und zielten damit auf ein grundlegendes Umdenken in Pädagogik und Bildungssystem insgesamt, das den Einzelnen mehr und mehr in und die Gesellschaft aus der Verantwortung nimmt.

Der Kritik derartiger "Pathologisierungen" und Individualisierungen gesellschaftlicher Ungleichheit ist dieses Studienheft gewidmet, das sich nicht etwa pauschal gegen ›die‹ Wissenschaft richtet, sondern vielmehr gegen die Dienstfertigkeit Einzelner ihrer Vertreter und Schulen. Denn schließlich ist auch die Kritik an diesen, wie wir sie hier vorstellen, wissenschaftlich ausgewiesen und innerhalb wie außerhalb der Hochschulen vorfindbar. Wir versprechen uns davon eine spannende Diskussion.

Torsten Bultmann, Steffen Käthner (Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler / BdWi)

Dr. Andreas Keller (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft / GEW)

Isabella Albert (freier zusammenschluss von studentInnenschaften / fzs)

Andreas Wöckinger (Österreichische HochschülerInnenschaft - Bundesvertretung / ÖH)

Prof. Dr. Anne-Dore Stein (Politik gegen Aussonderung / PgA)

Preis: 8.00 EUR (Mitglieder: 8.00 EUR)
(inkl. MwSt: 0 %)

nach oben | seite drucken | seite versenden | impressum