fzs - freier zusammenschluss von studentInnenschaften
aktuelles |  presse |  newsletter |  kontakt |  suche |  intern |  english
aktuelles
über uns
themen
demokratie & grundrechte
gesetzliche grundlagen
gleichstellung
hochschulfinanzierung
internationales
sozialpolitik
studiengebühren
studienreform
termine
kampagne
service
Banner: Lernfabriken ...meutern!
Banner: fzs_shop
Banner: Hochschulwatch
Banner: festival contre le racisme
Banner: gmg2014
Banner: esu
Banner: ABS - Aktionsbündnis gegen Studiengebühren
Banner: bündnis für politik- und meinungsfreiheit
Banner: fzs
themen

Glossar zum Bologna Prozess

ECTS, Transcript of Records, Diploma Supplement und Workload - wer im Wirrwarr neuer Begriffe zum Bologna Prozess zu ersticken droht, findet ab sofort Hilfe im neuen Glossar des fzs zu den wichtigsten Begriffen im Bologna Prozess.


A | B | C | D | E | H | K | L | M | P | S | T | W |


A

Agenturen

... sind Einrichtungen unterschiedlicher Rechtsform und Trägerschaft, die nach Erlangung einer Akkreditierung durch den Akkreditierungsrat(AR) dessen Auftrag Akkreditierungsverfahren an Hochschulen durchführen und damit das Siegel des AR eihen dürfen. Die Agenturen unterliegen der Kontrolle des AR, der die Rahmenbedingungen für ihre Tätigkeit festlegt. Die Entscheidungsfindung in den Agenturen erfolgt in den Akkreditierungskommissionen. Eine aktuelle Liste aller akkreditierten Agenturen finden sich im Internet hier.

Akkreditierung

... ist ein Instrument zur länder- und hochschulübergreifenden Sicherung der Qualität der Hochschulausbildung. Mit der Akkreditierung wird in einem formalisierten und objektivierbaren Verfahren festgestellt, dass ein Studiengang in fachlich-inhaltlicher Hinsicht und hinsichtlich seiner Berufsrelevanz den Mindestanforderungen entspricht. Auf Basis eines Berichts des Prüfverfahrens der peer-group wird über die Zulassung bzw. Weiterführung des Studiengangs entschieden. Es gibt vier verschiedene Entscheidungsmöglichkeiten. Neben der Akkreditierung und der Nichtakkreditierung gibt es auch die Akkreditierung mit Auflagen, bei dem den Antragstellern die Möglichkeit gegeben wird Mängel innerhalb eines bestimmen Zeitraums (i.d.R. ein Jahr) zu beheben. Weiterhin gibt es die Möglichkeit der Rückstellung des Verfahrens, wenn schwerwiegende Mängel vorliegen. Seit Januar 2008 können neben Studienprogrammen auch studienorganisatorische Teileinheiten akkreditiert werden (siehe dazu Systemakkreditierung) Die Akkreditierung ist immer zeitlich befristet und muss im Rahmen einer Reakkreditierung regelmäßig erneuert werden. Akkreditierungersetzt nicht die primäre staatliche Verantwortung für die Einrichtung von Studiengängen.

Akkreditierungsrat

Der Akkreditierungsrat (AR) ist das unabhängige, zentrale Steuerungs- und Kontrollgremium des deutschen Akkreditierungsystems. Der AR akkreditiert die Akkreditierungsagenturen und überwacht deren Tätigkeit. Dabei wird insbesondere auf die Einhaltung der von Kultusminister- (KMK) und Hochschulrektorenkonferenz (HRK) gesetzten Rahmenbedingungen geachtet und darauf, dass die Verfahren in den Agenturen den vom Akkreditierungsrat festgelegten Standards und Kriterien entsprechen. Dem Akkreditierungsrat gehören VertreterInnen der HRK, KMK, aus dem Ausland, Studierende sowie Berufspraxis an. Zur Homepage des AR

B

Bachelor

Im Rahmen des Bolognaprozesses werden die Studiengänge auf ein mehrstufiges Studienstruktursystem mit Bachelor und Master (sowie Promotion) umgestellt. Bachelorstudiengänge stellen hierbei den ersten akademischen Abschluss nach einem 6-8 semestrigen Studium dar. Sie sollen modularisiert sein, d.h. das Studium soll in sinnvoll zusammenpassenden Lern- oder Arbeitseinheiten organisiert werden. Ferner soll der BA berufsqualifizierend sein. Entsprechend zielen sie nicht auf die Vermittlung festgesetzter Studieninhalte ab, sondern vielmehr auf Kompetenzen, die sich verschieden aneignen lassen und für verschiedene Situationen qualifizieren.

Bologna Arbeitsgruppe

Auf der nationalen Ebene wurde in Deutschland die Nationale Bologna-Gruppe oder auch Bologna Arbeitsgruppe eingerichtet, die deutsche Aktivitäten zur Umsetzung der Ziele des Bologna-Prozesses koordiniert. Die Umsetzung der Studienreform liegt im Wesentlichen bei den Bundesländern, die sich in der Kultusminister(Innen)konferenz koordinieren, etwa in der Formulierung gemeinsamer Strukturvorgaben für die neuen Studiengänge Bachelor und Master. Mitglieder der nationalen Bologna Arbeitsgruppe sind Vertreter des Bundes, der Länder, der Arbeitnehmer(Innen), Arbeitgeber(Innen), des DAAD, der Hochschulrektorenkonferenz, des Studierendenwerks, sowie VertreterInnen des fzs.

Bologna ExpertInnen

Die Bologna ExpertInnen verfolgen den Bologna Prozess kritisch, begleiten die Umsetzung im eigenen Land durch die eigene Expertise und haben eine beratende Funktion. Sie sind beim DAAD angesiedelt - das Projekt wird durch das BMBF und die EU unterstützt. Die Gruppe der Expertinnen und Experten setzt sich aus HochschullehrerInnen, StudentInnen, ArbeitgeberInnen, ArbeitnehmerInnen und Personen aus der Hochschulleitung zusammen. Aufgaben sind beispielsweise die Beratung in Fragen von ECTS und die Organisation von Veranstaltungen. Die ExpertInnen sollen durch ihr Wissen die Umsetzung des BP unterstützen und neue Entwicklungen diskutieren.

Bologna follow up group (BfuG)

Auf europäischer Ebene findet zweijährlich die Minister(Innen)konferenz statt, an der neben den Mitgliedsstaaten und der EU verschiedene Organisationen mit Beobachterstatus teilnehmen. Zwischen den Konferenzen koordiniert die Bologna-Follow-up-Group die nationalen und internationalen Aktivitäten. Sie setzt sich zusammen aus Vertretern der nationalen Regierungen, unter Vorsitz des Landes, das aktuell die Präsidentschaft der EU inne hat. Der Europarat, die Europäische Vereinigung der Universitäten (EUA), European Association of Institutions of Higher Eduacation (EURASHE) und die Europäische Studierendenvereinigung (ESU) haben einen Beobachterstatus.

nach oben

C

Course Catalogue

... ist das Informationspaket einer Hochschule über alle Lehrveranstaltungen. Dabei soll er nicht nur alle Informationen über Studienprogramme, wie Module, Veranstaltungen und Organisatorisches der HS enthalten, sondern alle nötigen Informationen für jeden Studierenden, der gerne an dieser HS studieren möchte. Dazu gehören auch Informationen über Lebenshaltungskosten, Versicherungsmöglichkeiten, Wohnungssuche, Medizinischer Versorgung, (finanzieller) Studienbedingungen,... Ebenso ist eine englische Version obligatorisch.

Credits (CP), Workload (WL)

... sind einfach mit Kreditpunkten (KMK: Leistungspunkten) zu übersetzen, wobei ein CP in Deutschland einem Workload von 30 Stunden entspricht. Als Richtlinie wurde hier im Bologna Prozess ein Rahmen von 25-30 Stunden vorgegeben - Deutschland orientiert sich an der Obergrenze. CPs werden auf der Grundlage des erreichten Learning Outcome automatisch vergeben und geben Aufschluss über die mögliche Dauer, den Workload zum Erreichen eines spezifischen Learning Outcomes. Der Workload soll durch Erhebungen gemessen werden.

nach oben

D

Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)

Der Deutsche Akademische Austauschdienst ist eine gemeinsame Einrichtung der deutschen Hochschulen, er fördert die internationalen Beziehungen der deutschen Hochschulen mit dem Ausland durch den Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern und durch internationale Programme und Projekte, unterhält ein weltweites Netzwerk von Büros, Dozenten und Alumnivereinigungen und bietet Informationen und Beratung vor Ort und ist eine Mittlerorganisation der Auswärtigen Kulturpolitik, der Hochschul- und Wissenschaftspolitik sowie der Entwicklungszusammenarbeit im Hochschulbereich. Im Rahmen des Bologna-Prozesses ist der DAAD erster Ansprechpartner, wenn es um die Internationalisierung des Studiums und den Austausch mit anderen Staaten geht.

Diploma Supplement

... erklärt den Studienabschluss des Studierenden und dokumentiert seinen persönlichen und individuellen Studienweg. Hier müssen auch sämtliche Kompetenzen, die während des Studiums erworben worden sind, insbesondere die, die nicht explizit in den Modulbeschreibungen definiert sind, aufgelistet werden (zum Beispiel studentische/ akademische Selbstverwaltung, Engagement, wissenschaftliche Tätigkeiten). Eine detailierte Auflistung der einzelnen Studienleitstungen und Noten hingegen findet nicht statt (siehe Transcript of Records

nach oben

E

ECTS (European Credit Transfer and Accumulation System)

Durch das Erasmus-Programm im Jahre 1989 als gemeinsames Übersetzungs- und Transferinstrument für eine zeitliche Periode für eine Studienphase im Ausland eingeführt, wurde das ECTS System zu einem Akkumulationssystem (von der Anerkennung verschiedener Studiensystem zum Studiensystem des Europäischen Hochschulraums EHEA).

Dabei beinhaltet ECTS zum einen verschiedene Anerkennungswerkzeuge (Course Catalogue, Learning Agreement, Transcript of Records, Diploma Supplement), sowie die Verkörperung des durch den Bolognaprozess initiierten doppelten Paradigmenwechsels: "Shift from Teaching to Learning" und einer Kompetenzorientierung (Learning Outcome, Workload).

ECTS liegt die Idee zugrunde, dass einem spezifischen Studienprogramm auch spezifischen Kompetenzen zugrunde gelegt werden können (Learning Outcome). Dabei geht es nun nicht mehr darum, wie lange die HS braucht, um diese zu vermitteln, sondern wie lange ein durchschnittlicher Studierender braucht, um diese Kompetenzen zu errreichen (Workload). Diese Kompetenzen (Learning Outcomes) können durch eine Einordnung in einen Quailfikationsrahmen national, wie auch international transparent verglichen und anerkannt werden (Nationaler Qualifikationsrahmen, Europäischer Qualifikationsrahmen). Dabei ist der maximale Jahres- Workload auf 60 Credit Points (CP, entspricht 1500-1800 Stunden) für einen Vollzeitstudierenden limitiert (Arbeitsschutzbestimmung). Es gilt aber zu betonen, dass das Erreichen des Learning Outcome, und nicht um das Erreichen von Arbeitsstunden im Mittelpunkt steht! Es ist wichtig, Lehr,- Lern- und (Über-) Prüfungsformen methodisch, didaktisch und inhaltlich auf den Erwerb eines Learning Outcomes zu orientieren. Zusammenfassend kann so zwischen einer qualitativen (Learning Outcome) und einer quantitativen (Workload) Dimension des ECTS gesprochen werden kann, die sich gegenseitig bedingen.

Europäischer Qualifikationsrahmen für Lebenslanges Lernen (EQF)

Im Rahmen des Bologna Prozesses wurden und werden die Studiengänge in mehr als 40 Staaten auf die Studienstrukturen Bachelor und Master umgestellt. Die Studierenden in den Bolognastaaten haben, insbesondere auf Grund des historisch gewachsenen Verständnisses von Hochschul(aus)bildung, verschiedene Kompetenzen und Fähigkeiten, wenn sie ihren Abschluss bekommen. Der Europäische Qualifikationsrahmen (EQF) soll die Vergleichbarkeit zwischen den Abschlüssen unter den Bolognamitgliedsstaaten erleichtern. Der EQF bildet also eine Art Referenzrahmen. Parallel zur Einführung des EQF sollen alle Bolognastaaten einen eigenen Nationalen Qualifikationsrahmen erarbeiten, der sich wiederum auf den europäischen Qualifikationsrahmen beruft bzw. stützt.

European Association for Quality Assurance in Higher Education (ENQA)

European Association for Quality Assurance in Higher Education ist das europäische Netz für Qualitätssicherung für den Hochschulbereich. ENQA wurde im Jahr 2000 gegründet, um die Arbeit im Bereich der Qualitätssicherung auf europäischer Ebene zu fördern. Finanziert wird ENQA insbesondere durch die Europäische Kommission.

European University Association (EUA)

Die European University Association ist seit ihrer Gründung vor vier Jahren zur wichtigsten Interessenvertretung der Hochschulen im gesamten Europäischen Hochschul- und Forschungsraum geworden. Die EUA besteht derzeit aus 665 Universitäten aus 45 Ländern sowie aus 34 Rektor(Inn)enkonferenzen.

nach oben

H

Hochschulrektor(Innen)konferenz (HRK)

Die Hochschulrektor(Innen)konferenz ist der freiwillige Zusammenschluss der staatlichen und staatlich anerkannten Universitäten und Hochschulen in Deutschland. Sie befasst sich mit allen Themen, die Aufgaben der Hochschulen betreffen: Forschung, Lehre und Studium, wissenschaftliche Weiterbildung, Wissens- und Technologietransfer, internationale Kooperationen sowie Selbstverwaltung.

nach oben

K

Konsekutiv(e Studiengänge)

Als konsekutive Studiengänge werden Studiengänge bezeichnet (i.d.R. Bachelor- und Masterstudiengang), zwischen denen ein fachlicher Zusammenhang besteht und die aufeinander aufbauen. In Bezug auf die staatliche Studienfinanzierung besteht die Problematik, dass derzeit nur einen Förderungsanspruch für konsekutive Master, allerdings nicht für nicht-konsekutive Master besteht.

Kultusminister(Innen)konferenz (KMK)

Die Kultusministerkonferenz ist ein Zusammenschluss der für Bildung und Erziehung, Hochschulen und Forschung sowie kulturelle Angelegenheiten zuständigen Minister bzw. Senatoren der Länder. Sie beruht auf einem Übereinkommen der Länder. Eine wesentliche Aufgabe der Kultusministerkonferenz besteht darin, Vereinbarungen zu Bildungspolitischen Themen zu treffen um so eine Vergleichbarkeit und Sicherstellung der Mobilität von Studierenden, Lehrenden und wissenschaftlich Tätigen zu erreichen.

nach oben

L

Learning Agreement

... ist ein trilateraler Studienvertrag über zu erreichende Learning Outcomes bei Studienortwechsel zwischen Heimathochschule, Gasthochschule und StudentIn. Das Learning Agreement wird vor einem Auslandsaufenthalt abgeschlossen, damit die dort vereinbarten Anerkennung anschließend funktioniert. Die Anerkennung von Studienleistungen im Ausland. ist über die Lisbon Convention geregelt, die alle Länder, die an ihre Teilnehmen verpflichtet, gewisse Grundlagen bei der Anerkennung einzuhalten.

nach oben

M

Master

Im Rahmen des Bolognaprozesses werden die Studiengänge auf ein mehrstufiges Studienstruktursystem mit Bachelor und Master (und Promotion) umgestellt. Masterstudiengänge stellen hierbei den zweiten akademischen, berufsqualifizierenden Abschluss dar. Sie setzen den erfolgreichen Abschluss eines ersten Studiums voraus und qualifizieren in entweder eher anwendungs- oder eher forschungsorientierter Weise. In Masterstudiengängen soll das im Rahmen des ersten Studiums bereits erarbeitete Wissen auf diese Weise vertieft werden. Master Studiengänge können mindestens ein, maximal 2 Jahre dauern. Insgesamt sollen die Hochschulen Studiengänge (Bachelor plus Master) von 5 Jahren, also 300 Credits, entwerfen. Für den einzelnen Studierenden ist dies nicht bindend.

Mobilität

Die Förderung der Mobilität von StudentInnen und Lehrenden gehört seit Beginn des Bologna Prozess 1999 zu den Aktionslinien der europäischen Hochschulreformagenda. Im Mittelpunkt der Förderung von StudentInnen- und Lehrendenmobilität steht die soziale Dimension der Mobilität, der Abbau von Mobilitätsbarrieren, die Mitnahmefähigkeit von Studienfinanzierungsleistungen und Pensionsansprüchen sowie Erleichterungen bei der Visavergabe und die Förderung von Mobilitätsprogrammen. Bei der Mobilitätsförderung spielt auch die Erleichterung bei der Anerkennung von Qualifikationen - Sekundarschulabschlüsse, Studienleistungen und Hochschulabschlüsse - im Rahmen der "Lissabon Konvention über die Anerkennung von Qualifikationen im Hochschulbereich in der europäischen Region" eine wichtige Rolle.

Module

... sind in Deutschland inhaltlich integrierte Studieneinheiten, die methodisch-didaktisch verschiedene Einheiten eines Studienprogramms sinnvoll bündeln. In der Modulbeschreibung sind diese transparent und verständlich für die Studierenden ausgewiesen. Es erfolgt eine Überprüfung der Kompetenzen (nicht der Veranstaltungen) durch eine adäquate Prüfungsform. Eine quantitative Anrechnung der CPs, sowie die Dokumentation ins Diploma Supplement/ Transcript of Records erfolgt unabhängig von Anzahl der besuchten Lehrveranstaltungen, da dies dem Modulcharakter einer inhaltlich integrierten Studieneinheit widerspricht.

Die Organisation innerhalb eines Moduls richtet sich nach dem ausgewiesenen Learning Outcome, den zu erreichenden Kompetenzen und Fähigkeiten. So soll das methodische Modulkonzept das Zeitfenster von einem Semester nicht überschreiten - bei Modulen über 2 oder mehr Semestern wird die Flexibilität des Studiums extrem eingeschränkt und Mobilität verhindert.

nach oben

P

Peer-Group

Das gebräuchlichste Verfahren in der Begutachtung durch Externe ist die peer-review und bedeutet sinngemäß "Die Begutachtung durch gleichrangige GutachterInnen". Die Peer-Group soll bei einer Programmakkreditierung aus mindestens 2 ProfessorInnen (je ein FH, Uni), einem/r VertreterIn der Berufspraxis und einem/r Studierenden. Sie kommen üblicherweise aus anderen Bundesländern und beurteilen aufgrund ihrer fachlichen Kompetenz das Studienprogramm. Studentische Peers sind als ExpertInnen ihrer Studierbedürfnisse gleichberechtigte Beteiligte an Begutachtungsverfahren und müssen nach den Kriterien des Akkreditierungsrats bei allen Prozessen der Qualitätssicherung vertreten sein. Um die studentische Beteiligung zu fördern wurde der studentische Pool gegründet.

Pool

Der studentische Akkreditierungspool wurde im Jahr 2000 von Studierendenvertretungen gegründet, damals mit dabei waren und sind heute noch die Bundesfachschaftentagungen u.ä., die Landesstudierendenzusammenschlüsse und der freie zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs e.V.). Sie sind die pooltragenden und entsendeberchtigten Organisationen, zusätzlich gibt es die unterstützenden Organisationen zu ihnen zählen zum Beispiel die parteipolitischen Hochschulgruppen, Studierendenvertretungen der Gewerkschaften. Die Entsendekriterien werden von den entsendeberechtigten Organisationen jeweils selbst festgelegt. Der Pool bietet zur Qualifizierung der Gutachterinnen und Gutachter Wochenendschulungen an. Die Poolmitglieder werden dann für die verschiedenen Akkreditierungsverfahren benannt oder für die Agenturgremien bzw. den Akkreditierungsrat nominiert. Auf den halbjährig stattfindenden Vernetzungstreffen treffen sich die Poolmitglieder zum Austausch und aktuellen Diskussionen sowie zu Wahlen und Nominierungen. Hierzu zählt auch der jährlich gewählte Koordinierungsausschuss des studentischen Akkreditierungspools (KASAP), der zwischen den Vernetzungstreffen die Außenvertretung des Pools sowie laufende Aufgaben übernimmt. http:// www.studentischer-pool.de [Zur Homepage des Pools]

nach oben

S

Stakeholder

Als Stakeholder (engl.) bzw. AnspruchsberechtigteR wird eine Person oder Gruppierung bezeichnet, die ihre berechtigten Interessen wahrnimmt. Das Prinzip der Stakeholder ist gleichzeitig die Basis und die Erweiterung des in der Betriebswirtschaft verbreiteten Shareholder Value-Ansatzes, aus diesem Grund sprechen wir im folgenden allgemein von Interessensgruppen. Im Rahmen des Bologna-Prozesses werden sowohl die Hochschulen, die Bundesländer, die Arbeitnehmer(Innen)- und Arbeitgeber(Innen)verbände sowie die Studierenden(verbände) als Interessengruppen angesehen.

Systemakkreditierung

Im Gegensatz zur Programmakkreditierung wird hier nicht das einzelne Programm hinsichtlich der Mindestanforderungen geprüft, sonder die für das Erreichen der Qualifikationsziele relevanten Strukturen einer Hochschule oder studienorganisatorischen Teileinheit werden auf ihre Eignung und Funktion hin überprüft. Als Richtlinien dienen die European Standards and Guidelines (ESG), die Vorgaben der Kultusministerkonferenz und die Kriterien des Akkreditierungsrates. Nach einer positiv verlaufenen Systemakkreditierung gilt das gesamte Studienangebot der Hochschule als akkreditiert.

nach oben

T

Transcript of Records

... ist die Dokumentation des Studienverlaufs des Studierenden. Das Transcript ergänzt das Diploma Supplement um die detaillierte Auflistung von einzelnen absolvierten Modulen. Im Rahmen eines Auslandsaufenthaltes soll das Transcript die erlangten Leistungen dokumentieren. Beim Hochschulwechsel kann es auch schon vor Erreichen des Abschlusses ausgestellt werden, um die Anerkennung von bereits erbrachten Studienleistungen an der neuen Hochschule zu erleichtern.

nach oben

W

Wissenschaftsrat (WR)

Der Wissenschaftsrat berät die Bundesregierung und die Regierungen der Länder. Er hat die Aufgabe, Empfehlungen zur inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung sowie des Hochschulbaus zu erarbeiten. Seine Empfehlungen sollen mit Überlegungen zu den quantitativen und finanziellen Auswirkungen und ihrer Verwirklichung verbunden sein; sie sollen den Erfordernissen des sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens entsprechen.

Workload

Siehe Credits

nach oben

nach oben | seite drucken | seite versenden | impressum