Bundesweit nimmt die Umstrukturierung der Studiengänge hin zu gestuften Studiengängen weiter Formen an. Die Chance einer qualitativen Studienreform wird dabei häufig zugunsten rein formaler Debatten vergeben. Es zeigt sich, dass die einzelnen Hochschulen, ja selbst einzelne Fakultäten und Institute ihre neuen Studienordnungen erstellen, ohne die Reformen um sie herum zur Kenntnis zu nehmen. Daraus resultiert eine stark diversifizierte Studienordnungslandschaft, deren Vergleichbarkeit ebenso bezweifelt werden kann wie die Möglichkeit des Studienortwechsels, den sie vereinfachen soll. Besonders prekär erscheinen die Reformen im Bereich der Lehramtsausbildung. Hier führen einzelne Länder unterschiedliche Modellprojekte durch, die nicht kompatibel, nicht zeitlich begrenzt und nicht aufeinander abgestimmt sind. Hier haben die Länder bisher den Handlungsbedarf zur Abstimmung – bei einer immerhin staatlichen Abschlussprüfung – nicht ausreichend erkannt.
Der fzs fordert eine qualitative Studienreform ein, die zum Abbau sozialer und geschlechtsbezifischer Unterschiede in Bildungssystem und Gesellschaft beiträgt.
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