26. April – Tag der Solidarität

Am 26. April vor 20 Jahren fand das Reaktorunglück in Tschernobyl statt. Nahe an der belorussischen Grenze hat es sich dort fatal auf Land und Leute ausgewirkt. Das Lukashenko-Regime hat vor einigen jahren beschlossen, dass die Region nicht mehr verseucht sei.

Studierende werden nach Abschluss ihres Studiums verpflichtet, in der Region zu arbeiten, die Gefahren kennen sie dank der Propaganda in den Medien häufig gar nicht.

Deshalb steht der 26. April auch als symbolisches Datum für Freiheits- und Menschenrechtsforderungen in Belarus und wird dort seit Jahren mit Demonstrationen (versucht) zu begleiten.

Viele europäische Studierendenvertretungen und Studierendenorganisationen haben sich in diesem Jahr zusammengeschlossen, um am 26. April Solidarität mit den Studierenden in Belarus zu zeigen.

In verschiedenen Städten Europas werden Zelte vor belorussischen Botschaften an die Zelte auf dem Oktoberplatz in Minsk erinnern.

In anderen Städten werden Mahnwachen in Städten PassantInnen auf die Menschenrechtslage aufmerksam machen.

Der fzs drückt seine Unterstützung mit den belorussischen Studierenden aus und wird sich am Mittwoch am europaweiten Solidaritätstag beteiligen. Er wird gemeinsam mit den lokalen ASten in Bonn auf dem Münsterplatz an die Repressionen erinnern und die PassantInnen über die Menschenrechtslage informieren.

Es sind alle herzlich eingeladen, sich zu beteiligen und ein Zeichen zu setzen gegen Repressionen und für Menschenrechte in „Europas letzter Diktatur“!

Treffpunkt: 13 Uhr, Bonn Münsterplatz

Warum der 26. April?

Der 26. April 2006 ist der 20. Jahrestag des Reaktorunglücks in Tschernobyl, welches sich am meisten auf Belarus auswirkte. Der Tag symbolisiert die Tragödie und will den Staat erinnern an die Probleme, die nach wie vor durch die Regierung verschleiert werden.

In diesem Jahr steht die jährliche Demonstration unter dem Motto „Für die Freiheit“, dem Hauptmotto der NGO Kampagnen während der Präsidentschaftswahlen. Die belorussischen Studierenden werden zusammen mit anderen Menschen demonstrieren. Diese Gelegenheit wird europaweit genutzt, um unsere Unterstützung zu zeigen und die belorussischen Studierenden zu unterstützen, die in der Diktatur leben müssen.