Der fzs entwickelt nicht nur Positionen, sondern bringt diese auch aktiv in Diskussionen über die weitere Entwicklung des deutschen Hochschulsystems ein. Aktionen und Kampagnen stellen dabei ein wesentliches Instrument dar, um für studentische Interessen Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit zu gewinnen.

Der fzs unterstützt und koordiniert dabei Kampagnen von lokalen Studierendenvertretungen, zum Beispiel in den Bereichen: Hochschulfinanzierung, Antirassismus, Antisexismus & Feminismus, Studienfinanzierung, Verfasste Studierendenschaft oder studentische Solidaritätsarbeit.


festival contre le racisme

Rassismus ist schon lange in allen gesellschaftlichen Bereichen – mehr oder weniger offensichtlich – ein enormes Problem. In letzter Zeit tritt Rassismus immer direkter in seiner blanken menschenverachtenden Weise zu Tage! Rechtsextreme Übergriffe sind nur die Spitze des Eisberges. Ständig sind ausländische Student*innen mit Hürden konfrontiert, die deutschen Student*innen unbekannt sind. Eine diskriminierende Ausländer*innengesetzgebung und ein der menschenverachtende Umgang mit Geflüchteten und Migrant*nnen sind Alltag.

Das festival contre le racisme bietet eine Möglichkeit an vielen verschiedenen Hochschulstandorten das Thema Rassismus anzugehen. Die Kampagne ist dabei von einem Mix an politischen und kulturellen Veranstaltungen geprägt und wird dezentral organisiert. Der fzs unterstützt die Veranstalter*innen vor Ort mit einheitlichen Materialien, Medienarbeit und Hilfe bei der Suche nach Themen und Referent*nnen.

Mehr Infos findest du unter www.contre-le-racisme.de


gesellschaft*macht*geschlecht

Sexistische Diskriminierung und Beleidigungen von Schwulen und Lesben ist für viele Student*innen an den Hochschulen nicht vorstellbar. Als nach außen hin oft tolerante und „weltoffene“ Umgebung gehört das nach Ansicht vieler Student*innen der Vergangenheit an. Die Betroffenen wissen jedoch genau, dass das nicht stimmt.Frauen* sehen sich täglich mit vielen Klischees und Vorurteilen konfrontiert: Fragen, warum sie denn ein technisches Fach studieren, schlechtere Chancen zu Promovieren oder Belästigungen durch Professor*innen. Schwule und Lesben werden beleidigt, wenn sie durch Stadt und Campus laufen, ein „Coming Out“ bedeutet häufig schlechtere Chancen für die akademische Karriere und Sticheleien der Arbeitskolleg*innen.

Die Kampagne gesellschaft*macht*geschlecht gibt die Möglichkeit die Feministische Arbeit vor Ort zu stärken, in dem Veranstaltungen zum entsprechenden Schwerpunktthema organisiert werden. Die Aktionstage sind dezentral organisiert und der fzs unterstützt die Veranstalter*innen vor Ort mit einheitlichen Materialien, Medienarbeit und Hilfe bei der Suche nach Themen und Referent*nnen.

Mehr Infos findest du unter www.kein-sexismus.de


Hochschulwatch

1,4 Milliarden Euro fließen aus der gewerblichen Wirtschaft jedes Jahr an deutsche Hochschulen – das entspricht einem Fünftel aller Drittmittel. Versuchen Unternehmen damit, Einfluss auf die Wissenschaft zu nehmen? Ist die Freiheit von Forschung und Lehre in Gefahr?
Die gemeinsame Informationskampagne von Transparency International Deutschland, der taz und dem freien zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) gibt einen Überblick über Verflechtungen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft an allen deutschen Hochschulen.

Hochschulwatch kämpft für Transparenz in der Wissenschaft, denn nur so kann Freiheit garantiert werden. Konkret bedeutet das, die Offenlegung aller Drittmittelverträge zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, Verpflichtende Sponsoringberichte der Hochschulen und die Einbindung von Hochschulen in die Informationsfreiheitsgesetze.

Mehr Infos findest du unter www.hochschulwatch.de


Lernfabriken …meutern!

Die Bedingungen, unter denen Bildung stattfindet, sind katastrophal: völlig undemokratische Strukturen; Leistungsdruck durch Turboabitur, Notenwahn und Regelstudienzeit; soziale Ausgrenzung durch Gebühren und mangelnde Förderungsmöglichkeiten; wachsender Einfluss von Unternehmen; Unterfinanzierung vom Personal bis zur Gebäudeinstandhaltung; überarbeitete Lehrende; zu große Klassen und Kurse. Dies alles führt nicht nur zu miserablen Lehr- und Lernbedingungen, es macht Menschen krank. Daher ist es auch kein Geheimnis mehr: Das derzeitige Bildungs- und Wissenschaftssystem ist gescheitert. Es wird den Ansprüchen, die seit der Aufklärung erhoben werden, nicht ansatzweise gerecht.
Deshalb: Nehmen wir unsere Bildung selbst in die Hand – meutern wir die Lernfabriken! Lasst uns für eine Gesellschaft kämpfen in der echte Bildung möglich ist!

Als Bündnispartner von Lernfabriken …meutern! beteiligt sich der fzs immer wieder an den verschiedenen Aktionen und Kampagnen des Bündnisses.

Mehr Infos findest du unter www.lernfabriken-meutern.de/selbstdarstellung/


Never Again!

Die Aktionstage gegen autoritäre und faschistische Tendenzen! Never Again! beschäftigten sich unter anderem mit Faschismustheorien, nationalsozialistischen Studenten zur Weimarer Republik, Erziehung nach Auschwitz und der sogenannten „Neuen Rechten“. Im Januar 2019 werden dann bis zum 27.1., dem Tag der Befreiung von Auschwitz, bundesweit an mehreren Standorten Veranstaltungen stattfinden.

Die Schwerpunkte der politischen Bildungs-Kampagne sind die kritische Aufarbeitung der Vergangenheit sowie der Zusammenhänge studentischer Politik mit dem Nationalsozialismus, die Analyse der gesellschaftlichen Bedingungen, die autoritäre und faschistische Tendenzen ermöglichen und die Beschäftigung mit aktuellen rechten Strukturen.

Mehr Infos findest du unter www.never-again.blog


Studis gegen Wohnungsnot

Um gut studieren zu können, sind infrastrukturelle Vorrausetzung, wie eine Wohnung zu haben, essenziell. Die studentische Wohnungsproblematik wird in Zeiten steigender Mieten und der Verdrängung verschiedener sozialer Gruppen aus Städten immer mehr zum Problem. Es gibt kaum noch gesichert bezahlbare Unterkünfte und die Wohnpauschale des Bafögs von 250 Euro reicht kaum aus um ein WG Zimmer bezahlen zu können. Wohnraum wird nach seiner ökonomischen Verwertbarkeit ausgerichtet und nicht an Bedürfnissen von Menschen orientiert. Die daraus resultierenden sozialen Ausschlüsse, sind keine Einzelphänomene.

Die Kampagne Studis gegen Wohnungsnot arbeitet sowohl Aktive in lokalen Studivertretungen und Wohnraum-Initiativen einbinden, als auch mit überregional arbeitenden Gruppen zusammen. Zur Umsetzung der Aktionen vor Ort werden für jeden Themenmonat Aktionspakete mit Informationen zu den Themen sowie Aktionsideen und Material dazu verschickt. Die Aktionsideen sind dabei natürlich nicht bindend für die lokalen Partner*innen, erlauben es aber auch Gruppen mit weniger Kapazitäten an der Kampagne zu partizipieren.

Mehr Infos findest du unter www.studis-gegen-wohnungsnot.com


Abgeschlossene Kampagne

Unsere abgeschlossene Kampagnen findet ihr im Kampagnenarchiv vorgestellt.