Der fzs entwickelt nicht nur Positionen, sondern bringt diese auch aktiv in Diskussionen über die weitere Entwicklung des deutschen Hochschulsystems ein. Aktionen und Kampagnen stellen dabei ein wesentliches Instrument dar, um für studentische Interessen Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit zu gewinnen.

Der fzs unterstützt und koordiniert dabei Kampagnen von lokalen Studierendenvertretungen, zum Beispiel in den Bereichen: Hochschulfinanzierung, Antirassismus, Antisexismus & Feminismus, Studienfinanzierung, Verfasste Studierendenschaft oder studentische Solidaritätsarbeit.


Lernen am Limit

Zu Beginn des Wintersemesters werden die alltäglichen Probleme im Studium besonders gut sichtbar: Es fehlt uns an Geld, um sorgenfrei ins Semester zu starten; wir müssen aufs BAföG warten, dass dann eh nicht reicht, suchen nach zeitfressenden Nebenjobs und müssen irgendwie das Geld für die Semesterbeiträge zusammenkriegen. Wir wollen Seminare und Vorlesungen belegen, können aber nicht die wählen, die uns wirklich interessieren, weil schon voll, oder müssen in bester Lernatmosphäre im Hörsaal auf der Treppe Platz finden. Wir sind verzweifelt auf der Suche nach einer Wohnung oder einem Besenschrank unter der Treppe, das wir auch halbwegs bezahlen können.

Die meisten Studis kennen die ein oder andere Ausprägung der Probleme der mangelhaften Studienfinanzierung, der Unterfinanzierung der Hochschulen und der Wohnungsnot. Damit steht niemand alleine da! Deshalb wollen wir den Beginn des Semester nutzen, über Hintergründe und Zusammenhänge der Sparpolitik informieren und uns zusammenschließen, um bundesweit am 30. Oktober 2019 in vielen Städten mit größeren Aktionen auf uns aufmerksam zu machen. Der fzs unterstützt Studierendenvertretungen und interessierte Gruppen beim Informieren, Aktionenplanen und der Pressearbeit.

Mehr Infos, u.a. darüber, welche Aktionen wo stattfinden und wie man mitmachen kann, findest du hier: www.lernenamlimit.de


festival contre le racisme

Rassismus ist schon lange in allen gesellschaftlichen Bereichen – mehr oder weniger offensichtlich – ein enormes Problem. In letzter Zeit tritt Rassismus immer direkter in seiner blanken menschenverachtenden Weise zu Tage! Rechtsextreme Übergriffe sind nur die Spitze des Eisberges. Ständig sind ausländische Student*innen mit Hürden konfrontiert, die deutschen Student*innen unbekannt sind. Eine diskriminierende Ausländer*innengesetzgebung und ein der menschenverachtende Umgang mit Geflüchteten und Migrant*nnen sind Alltag.

Das festival contre le racisme bietet eine Möglichkeit an vielen verschiedenen Hochschulstandorten das Thema Rassismus anzugehen. Die Kampagne ist dabei von einem Mix an politischen und kulturellen Veranstaltungen geprägt und wird dezentral organisiert. Der fzs unterstützt die Veranstalter*innen vor Ort mit einheitlichen Materialien, Medienarbeit und Hilfe bei der Suche nach Themen und Referent*nnen.

Mehr Infos findest du unter www.contre-le-racisme.de


gesellschaft*macht*geschlecht

Sexistische Diskriminierung und Beleidigungen von Schwulen und Lesben ist für viele Student*innen an den Hochschulen nicht vorstellbar. Als nach außen hin oft tolerante und „weltoffene“ Umgebung gehört das nach Ansicht vieler Student*innen der Vergangenheit an. Die Betroffenen wissen jedoch genau, dass das nicht stimmt.Frauen* sehen sich täglich mit vielen Klischees und Vorurteilen konfrontiert: Fragen, warum sie denn ein technisches Fach studieren, schlechtere Chancen zu Promovieren oder Belästigungen durch Professor*innen. Schwule und Lesben werden beleidigt, wenn sie durch Stadt und Campus laufen, ein „Coming Out“ bedeutet häufig schlechtere Chancen für die akademische Karriere und Sticheleien der Arbeitskolleg*innen.

Die Kampagne gesellschaft*macht*geschlecht gibt die Möglichkeit die Feministische Arbeit vor Ort zu stärken, in dem Veranstaltungen zum entsprechenden Schwerpunktthema organisiert werden. Die Aktionstage sind dezentral organisiert und der fzs unterstützt die Veranstalter*innen vor Ort mit einheitlichen Materialien, Medienarbeit und Hilfe bei der Suche nach Themen und Referent*nnen.

Mehr Infos findest du unter www.kein-sexismus.de


Hochschulwatch

1,4 Milliarden Euro fließen aus der gewerblichen Wirtschaft jedes Jahr an deutsche Hochschulen – das entspricht einem Fünftel aller Drittmittel. Versuchen Unternehmen damit, Einfluss auf die Wissenschaft zu nehmen? Ist die Freiheit von Forschung und Lehre in Gefahr?
Die gemeinsame Informationskampagne von Transparency International Deutschland, der taz und dem freien zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) gibt einen Überblick über Verflechtungen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft an allen deutschen Hochschulen.

Hochschulwatch kämpft für Transparenz in der Wissenschaft, denn nur so kann Freiheit garantiert werden. Konkret bedeutet das, die Offenlegung aller Drittmittelverträge zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, Verpflichtende Sponsoringberichte der Hochschulen und die Einbindung von Hochschulen in die Informationsfreiheitsgesetze.

Mehr Infos findest du unter www.hochschulwatch.de


Never Again!

Die Aktionstage gegen autoritäre und faschistische Tendenzen! Never Again! beschäftigten sich unter anderem mit Faschismustheorien, nationalsozialistischen Studenten zur Weimarer Republik, Erziehung nach Auschwitz und der sogenannten „Neuen Rechten“. Im Januar 2019 werden dann bis zum 27.1., dem Tag der Befreiung von Auschwitz, bundesweit an mehreren Standorten Veranstaltungen stattfinden.

Die Schwerpunkte der politischen Bildungs-Kampagne sind die kritische Aufarbeitung der Vergangenheit sowie der Zusammenhänge studentischer Politik mit dem Nationalsozialismus, die Analyse der gesellschaftlichen Bedingungen, die autoritäre und faschistische Tendenzen ermöglichen und die Beschäftigung mit aktuellen rechten Strukturen.

Mehr Infos findest du unter www.never-again.blog


Abgeschlossene Kampagnen

Unsere abgeschlossene Kampagnen findet ihr im Kampagnenarchiv vorgestellt.