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Herbstakademie: Identität und Klasse. Debatten um verbindende Klassenpolitik und Intersektionalität

25. November @ 14:00 28. November @ 13:00

Herbstakademie von BdWi, FIB beim BdWi, fzs und Rosa-Luxemburg-Stiftung in Werftpfuhl

Weltweit lässt sich eine Verschärfung gesellschaftlicher Konflikte beobachten. Ausdruck findet dies im Aufschwung populistischer Parteien ebenso wie in Bewegungen, die sich gegen Diskriminierung richten und die Gleichberechtigung benachteiligter Gruppen anstreben. Beispielhaft dafür stehen Begriffe wie #metoo und #blacklivesmatter. In der wissenschaftlichen Forschung wie in der politischen Analyse werden diese Tendenzen als Konflikt zwischen Identitäts- und Klassenpolitik gedeutet und kontrovers diskutiert. 
Auch der akademische Bereich bleibt von den Auseinandersetzungen nicht unberührt. Bestrebungen zum Abbau bestehender Diskrimierungen werden mitunter als Einschränkung der Wissenschaftsfreiheit interpretiert, andererseits finden Debatten um Erscheinungsformen rassistischer, patriarchaler und klassistischer Ausgrenzung an Hochschulen wachsende Resonanz. 
Hochschulpolitisch Aktive – Studierende wie Lehrende – sind herausgefordert, zu den erwähnten Fragestellungen Positionen zu entwickeln und Stellung zu beziehen. Ziel der Tagung soll es sein, aktuelle Entwicklungen zu analysieren und gemeinsam Strategien zur Verteidigung und Weiterentwicklung einer demokratischen und diskriminierungsfreien Hochschule zu entwickeln. 
Hochschulen sind zentraler Ort gesellschaftlicher Wissensproduktion, -diskussion und -vermittlung. Um Beiträge zur Entwicklung einer vielfältigen demokratischen Gesellschaft leisten zu können und damit die gesellschaftliche Verantwortung von Wissenschaft wahrnehmen zu können, müssen sie Strukturen entwickeln, die bestehende Benachteiligungen abbauen und mehr Diversität und Gleichberechtigung ermöglichen. 

Die Herbstakademie, die seit mehr als 15 Jahren jährlich stattfindet, versteht sich als Raum für Begegnung, gemeinsames Lernen und solidarische Diskussionen zwischen Aktiven unterschiedlicher Spektren der Linken, kritischen Studierenden und WissenschaftlerInnen, zwischen Partei, Gewerkschaften, Bewegung und kritischer Wissenschaft – und allen daran interessierten Menschen. 

Die Veranstaltung findet vom 25. bis 28. November 2021 im Tagungshaus „Kurt Löwenstein“ Werftpfuhl (bei Berlin) mit Unterbringung und Vollverpflegung statt und wird von BdWi und fzs in Kooperation mit weiteren Partner*innen, u.a. der Rosa-Luxemburg-Stiftung, veranstaltet. Teilnehmer*innen sind Studierende, wissenschaftlich Tätige und politisch Aktive aus dem gesamten Bundesgebiet. 

Vorbehaltlich möglicher pandemiebedingter Einschränkungen rechnen wir mit ca. 50 Teilnehmer*innen. 

Vorläufiger Programmplan: 

Donnerstag, 25.11.: 
12:30 Uhr Anreise und Mittagessen
14:00 Uhr Begrüßung aller Teilnehmer*innen, Vorstellung des Programms
14:30 Uhr Eröffnungsvortrag: Kontroversen um Identitätspolitik in Gesellschaft und Hochschule (Jens KastnerLea Susemichel)
16:00 Uhr: Input: Das Konzept der Intersektionalität (Katrin GanzJette Hausotter)
18:00 Uhr Abendessen
19:30 Uhr Get together mit Vorstellungsrunde

Freitag, 26.11.: 
Vormittag: Klassenkampf und Antiklassismus
09:00 Uhr Streitgespräch: Chancen & Grenzen des Klassismus-Konzepts(N.N.
11:00 Uhr Klassenpolitik und Akademisierung (Nicole Gohlke, Die Linke im Bundestag)

12:30 Uhr Mittagessen

Nachmittag: Geschlechterverhältnisse und Klassenpolitik
14:00 Uhr Input: Warum Klassenpolitik feministische Analysen braucht (Ines Schwerdtner)
16:00 Uhr Input: Antisemitismus als Leerstelle intersektionaler Theorie und Praxis (Franziska Haug)

Samstag, 27.11.: 

Vormittag: Klassenpolitik & (Anti-)Rassismus
9:00 Uhr Input: Klasse heute: von race/class zu racial capitalism (Ceren Türkmen, angefragt)
11:00 Uhr parallele Workshops:
– Bildung und solidarische Einwanderungsgesellschaft: „Bildungsausländer*innen“ (Vertreter*in BAS) – Fishbowldiskussion: prekäre Arbeitsverhältnisse und mangelnde Diversität an deutschen Hochschulen (Asli Telli Aydemir)

12:30 Uhr Mittagessen

Nachmittag: Probleme der Antidiskriminierung
14:00 Uhr Input: Schreckgespenst „Cancel Culture“: Wissenschaftsfreiheit und Antidiskriminierung (Daniel Meyer)
16:00 Uhr parallele Workshops:
– marxistisch-feministische Perspektiven auf Kämpfe um soziale Reproduktion in/nach Corona (Julia Dück)
– Queere Perspektiven zur Klassenfrage (Volker Woltersdorff, angefragt)

18:00 Uhr Abendessen

Sonntag, 28.11.: 
9:00 Uhr Abschluss-Debatte: Was tun? Antidiskriminierung als Herausforderungen für Hochschulpolitik
12:30 Uhr Mittagessen und Abreise

Der Zeit- und Themenplan wird noch aktualisiert und auf www.bdwi.de veröffentlicht.

Anmeldung & Teilnahmebeitrag: 

60 Euro (ermäßigt 40 Euro) bei Unterkunft im Mehrbettzimmer, 85 Euro im Doppelzimmer, 135 Euro im Einzelzimmer

Anmeldung: über das Formular auf der BdWi Homepage oder an fib@bdwi.de

Die Teilnahmemöglichkeit kann in Abhängigkeit der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie nur unter bestimmten Bedingungen möglich sein, ebenso können auch Beschränkungen der Teilnahmezahl erfolgen. Die genauen organisatorischen Rahmenbedingungen werden sich deshalb erst kurzfristig klären. Änderungen in dieser Hinsicht werden wir dann zeitnah mitteilen.