🌲 Alle Jahre wieder…
… steht die Winterzeit mehr als unerwartet vor der Tür – und damit geht auch der Jahresendstress in eine neue Runde. Geschenke besorgen, Festessen verschmausen, Zeit mit Menschen, die man gern hat (hoffentlich) und Zeit mit Menschen, die man vielleicht aushalten muss (Sorry Onkel Ingo, deine rassistischen Takes kannst du dir sonst wo hinstecken🤡). Bei aller Gutherzigkeit und Wärme dieser Zeit stellen wir uns als Studierende aber auch die Frage: Von welchem Geld? Alles kostet – Heizkosten grad im Winter, Miete, das Leben…
Ob da noch was übrig ist für nen Glühwi, Rotkohl mit Knödel oder Wichtelgeschenke? I doubt it! 😡
Deshalb wollen wir euch einladen. Einladen, mit uns über diese Themen zu diskutieren und den Verband aktiv mitzugestalten. Zum Beispiel auf der Kampagnenkonferenz am nächsten Wochenende in Frankfurt oder der Mitgliederversammlung im kommenden März in Darmstadt. Außerdem haben wir einen Bericht aus Frankfurt für euch, wo es Proteste gab zur Einführung einer Maximalstudienzeit. Und: Wir zeigen uns in neuem Gewand 💃
Kampagnenkonferenz „Schlussverkauf Bildung“

Es ist überall das Gleiche: Professuren werden gestrichen, Schulunterricht findet in schimmeligen Containern statt, für Unigebäude besteht Betretungsgefahr, was für Raummangel sorgt und Bildungsungerechtigkeit besiegt das BAföG auch nicht. Wissenschaftler*innen bangen um ihren Job. Lehrer*innen ächzen unter Überstunden. Schüler*innen lernen im “Digitalisierungsland Deutschland” noch immer ohne Internet in der Schule und gehen dort möglichst nicht aufs Klo. Wie auch, wenn die Toilette auf dem Flur gesperrt ist, weil sie seit Ewigkeiten repariert werden müsste? 🚽 🏚️
Das wollen wir nicht weiter hinnehmen! All diese Probleme lassen sich schließlich auf eins zurückführen: Bildung wird kaputt gespart! Jedes Jahr sehen wir in den Haushalten weniger finanzielle Mittel, die für Bildung eingeplant werden. Teilweise durch direkte Kürzungen, teilweise durch gleichbleibende Haushaltsmittel. So werden die Budgets faktisch gekürzt – immerhin gibt es eine Inflation.
Wir rufen euch auf, gemeinsam mit uns auf die Sparpolitik in der Bildung aufmerksam zu machen und gemeinsam dafür zu kämpfen, dass diese Sparpolitik ein Ende findet!
Kommt unserer Kampagnen-Konferenz!
➡️Wann? 13.12.2025
➡️Wo? Frankfurt am Main
Weiterhin bauen wir zurzeit lokale und regionale Bündnisse auf. Bitte meldet euch, wenn ihr in eurer Stadt oder in eurer Region Aktionsbündnisse starten wollt.
Gude Heiner! 👋
save the date!

Vom 26. Februar bis zum 01. März findet unsere 77. Mitgliederversammlung statt. Der AStA der Hochschule Darmstadt und wir bereiten eine schöne Veranstaltung mit Vernetung, Workshops, Freizeit und natürlich Plenum vor. Wie immer im Frühjahr werden wir viel Zeit für Anträge haben, also ran an die Tasten! Kommt gerne auf die fzs-Amtsträger*innen eures Vertrauens zu, wenn ihr Lust auf Kooperation oder Fragen habt.
Für die Anträge gelten folgende Fristen:
➡️ 21. Januar für alle Anträge zu Satzung, Ordnungen, Aufnahme von Wahlen etc. (§14 (3) Satzung)
➡️ 05. Februar für alle anderen Anträge (inhaltlich, strukturell…) (§12 (1) Geschäftsordnung)
Wir haben wieder ein Kontigent an Hostelbetten gebucht und zwar im Felix Hotel Darmstadt, in Laufweite zur Hochschule. Die Anmeldung ist ab sofort offen und ihr könnt euch jetzt schon einen Schlafplatz sichern! Alle Infos dazu gibt’s auf der Anmeldeseite
Alle Fragen zur MV könnt ihr an unseren politischen Geschäftsführer Jonathan richten. Er freut sich auch über Anregungen fürs Programm.
Zum Schluss bleibtuns nur noch eins zu sagen:
Maximal kein Bock
auf Maximalstudienzeit!
Bericht zu den Entwicklungen in Frankfurt
Nach dem Sturm der Sturm und dann noch einer – Erst die Kürzungen, dann die Abfertigung 🌪️
Der Schock sitzt immer noch tief. Nicht nur drängte sich in den Leben junger Menschen die Frage der sog. „freiwilligen Wehrpflicht“ auf. Auch werden jedmögliche Angebote der Selbstentfaltung durch Kürzungen von Bund und Land regelrecht wegrationalisiert. Letztlich ist die Frage zu stellen, ob diejenigen an den Hebeln unser Bestes oder unser schlechtestes Wollen. Eine kleine Beschreibung:

Die anstehenden Kürzungen in den Bereichen der Bildung und Forschung haben in vielen Menschen ein Ohnmachtsgefühl ausgelöst. Sie ist das Ergebnis falscher Wirtschaft, falscher Personen an den entscheidenden Stellen und letztlich falscher Setzung von Prioritäten.
Sie ist nur ein weiterer Zusatz jeglicher Probleme, die sich ohnehin einem jungen Menschen aufbürden.
Zu teurer Wohnraum, zu hohe laufende Kosten, zu wenig finanzierbare Kultur und Freizeitangebote. Aus der Perspektive eines Erstakademikers ist das ja eine gewohnte Sache. Jeder kann es schaffen, muss dafür nur noch mehr aufgeben als er besitzt oder psychisch stemmen kann.
An unserer Uni hat sich nun – als Konsequenz der bevorstehenden Kürzungen – eine sehr interessante Entwicklung ergeben. Eine Entwicklung, die für einen Erstakademiker wie mich nun doch eine ungewöhnlichere Repressalie darstellt als gewohnt. Die allgemeine Maximalstudienzeit.
Trotz des Erscheinen einer reinen Formalität, ist sie eine der schwersten Steine im Wege eines jungen Menschen. Sie ist der offene Beweis der Abfertigungsstrategie unserer Bildungseinrichtungen. Sie ist der ratifizierte und legale Ausdruck der durch Oliver Nachtwey beschriebenen Abstiegsgesellschaft. Bisher wurden wir immerhin angelogen und immerhin haben diejenigen an den Hebeln versucht, uns mit Sachzwängen die Welt zu erklären oder durch kleine Anreize zu beschwichtigen.
Die Universität erklärte ihren Ansatz hingegen aus einer vermeintlich sozialen Perspektive. Man wolle Studierende durch die Maximalstudienzeit erst gar nicht in die Bedrängnis bringen, sich durch Lohnarbeit über Wasser halten zu müssen. Man wolle eben allen Menschen, die studieren wollen, dies auch ermöglichen. Dies sei durch die Maximalstudienzeit zu erreichen und die Konsequenzen, die die Uni aus den Kürzungen zieht.
Für uns liest sich die Maximalstudienzeit wie folgt:
Du kommst aus prekären Verhältnissen? Du möchtest aufsteigen? Du musst Care-Arbeit leisten? Und studieren? Versuch’s erst gar nicht.
Auch eine Änderung von einer „Muss“ zu einer „Kann“ Regelung ist nicht haltbar, insoweit Sie Fachbereichen eine Möglichkeit bietet, in vermeintlich harten Zeiten die Maximalstudienzeit einzuführen und mit einem Schlag alle Langzeitstudierenden loszuwerden, wann immer Ihnen danach ist. Der Studierendenstatus dieser Personengruppe ist damit dauerhaft gefährdet.
Wir fragen uns, wie die Uni den Schluss zieht, die Maximalstudienzeit würde eine Entlastung der ohnehin prekären Studierendenschaft darstellen. Wir fragen uns welche Universitäten bei Ratifizierung nachziehen werden? Wir fragen welchen offensichtlich neoliberal-motivierten „Reformen“ damit Tür und Tor geöffnet wird?
Wie konnte es so weit kommen? Und können wir solche Entwicklungen einfach so hinnehmen?
Safin Rahi, AStA-Vorstand der GU
01.12.2025 Frankfurt am Mai
Unsere Website hat sich
schick gemacht✨
Vielleicht ist es euch schon aufgefallen: Nach unseren Social-Media-Auftritten, Dokumenten und dem HoPo-Portal erstrahlt nun auch unsere Homepage im neuen Design.✨ Uns war dabei wichtig, dass das nicht nur „pretty“ aussieht, sondern vor allem gut nutzbar ist – mit deutlichen Kontrasten, klarerer Struktur und mehr Barrierefreiheit sollen Infos schnell und einfach zu finden sein.
Das neue Design ist flexibel angelegt, um alle wichtigen Bereiche abzudecken: von allgemeinen Infos über den fzs, Veranstaltungen und Beschlüssen bis hin zu größeren Unterseiten für Kampagnen, die wir individuell gestalten können.
Aufmerksame Beobachter*innen werden feststellen: Menü und Inhalte sind ja fast wie früher? Stimmt! In den letzten Wochen haben wir vor allem im Hintergrund und am Design getüftelt. Die Überarbeitung von Menüstruktur, Seitentexten usw. steht als Nächstes an.
Dafür freuen wir uns über euer Feedback! Was gefällt euch gut, was nicht? Welche Infos wünscht ihr euch auf unserer Website? Ganz unten auf jeder Seite findet ihr ein Feedback-Formular zur jeweiligen Seite – oder ihr schreibt uns per Mail an . 💌
La fin
Das ist das Ende. Also des Newsletter. Aber auch des Jahres. Aber leider nicht von Bildungsungerechtigkeit und einstürzender Hochschulbauten. Schickt uns eure Städteberichte, Analysen und Kommentare zu den Zuständen an deutschen Hochschulen.
Wir wollen zeigen, wie die Bildungspolitik an der Realität scheitert und welche Folgen das vor Ort für Studierende, Lehre und Forschung hat. Dabei freuen wir uns natürlich auch über Berichte von Ansätzen und Projekten, durch die es euch gelungen ist, dem Schlussverkauf der Bildung etwas entgegenzusetzen.
Unser Newsletter soll die Mangelwirtschaft der Bildungslandschaft sichtbar machen und dafür brauchen wir eure Beiträge! So wollen wir dokumentieren, wie sich Kahlschlag im Alltag der Hochschulen manifestiert und was sich ändern müsste, damit Bildung irgendwann mehr als das hirnlose Sammeln von Credit Points bedeutet.
Lasst uns gemeinsam festhalten, wie neoliberale Bildungspolitik sich auswirkt, wenn man nicht im Ministerium sitzt.
Die nächste Ausgabe unseres Newsletters erscheint Anfang Januar und wird an Mitgliedshochschulen und Interessierte verschickt.
Kommt gut in das neue Jahr! 🎆

