Hannover? Hannover!

Na, das hättet ihr nicht gedacht, so schnell von uns zu hören, was? Da wir kürzlich unsere 78. Mitgliederversammlung in lovely Hannover abhalten durften (Danke AStA Uni Hannover! 🐎) wollen wir euch Daheimgebliebenen einen kleinen Überblick geben, was wir in den dreieinhalb Tagen alles geschafft, debattiert und gewählt haben.
Zunächst stellen wir euch das Ergebnis der Vorstandswahlen vor, im Anschluss folgt eine Übersicht der beschlossenen inhaltlichen Anträge und dann machen wir einen kleinen Ausflug durch das Rahmenprogramm in der aufregenden Landeshauptstadt Hannover. In den letzten beiden Beiträgen geht’s im Schnelldurchlauf durch den neuen Haushalt und unsere Protestplanung im Herbst, bevor wir uns auch schon wieder von euch verabschieden und gemeinsam die vorlesungsfreie Zeit genießen.
Also schwingt die Hufe!
Der neue (alte) Vorstand

Zu der Mitgliederversammlung des fzs im Sommer gehören die Vorstandswahlen. Dieses Jahr hatten wir gleich drei erneute Kandidaturen von Kathi, Jo und Tjark. Alle drei wurden wiedergewählt, wozu an dieser Stelle noch einmal herzlich gratuliert sei.
Tabea ist als einziges Mitglied des aktuellen Vorstands nicht erneut angetreten und scheidet somit am Ende des Monats aus dem Amt. Dir, liebe Tabea, und deiner fantastischen Arbeit gebührt der Dank des gesamten Verbandes. Das Team, der Ausschuss Studium und Lehre, der Ausschuss Hochschulfinanzierung und -struktur und all die von dir betreuten Arbeitskreise werden dich sehr vermissen (🫶).
Aufgrund des Abschiedes und der Lücke, die damit in der Verbandsarbeit zurückbleibt, ist es umso schöner, dass es noch eine vierte Kandidatur gab: Mathis war jahrelang im Verband aktiv und hat als Mitglied des Ausschuss Finanzen auch den neuen Haushalt für das Jahr 2026/2027 aufgestellt und wurde nun als neues Mitglied in den kommenden Vorstand gewählt.
Alles Gute und viel Erfolg für die kommende Legislatur!
Eine ausführliche Teamvorstellung – auch von den neuen Referent*innen – folgt zu Beginn der nächsten Legislatur im Septembernewsletter!
Anträge, Inhalte, Diskussionen 🗯️

Während wir im Plenum tagelang, diskutiert, abgestimmt und verhandelt haben, konnten wir über eine Menge inhaltlicher Anträge entscheiden, um alte Beschlüsse an die Gegenwart anzupassen und neue Positionen zu aktuellen Themen zu finden. Folgende Anträge wurden dabei von der Mitgliederversammlung beschlossen und gelten damit ab sofort als Verbandspositionen:
Hannover erleben 🎡

Wusstet ihr, dass Hannover die Stadt mit der höchsten Kioskdichte in der gesamten Bundesrepublik ist? Und das im Welfengarten, in dem inmitten des Campus der Leibniz Universität keine einzige Straßenlaterne steht und unter anderem deshalb nachts die Polizei Patrouille fährt?
Diese und andere spaßige Fakten über die unterschätzte Metropole erfuhren die Teilnehmer*innen der Schnitzeljagd, die am Freitagnachmittag stattfand und entlang von wissens- und sehenswertem durch die Stadt verlief. Dabei konnten wir in Linden die mittelalterliche Kulturtechnik des Limmerns erproben, was in anderen Städten unter dem Wort „Cornern“ bekannt ist, und lernten uns gegenseitig anhand eines Bingo-Fragebogens rund ums Thema Hochschulpolitik besser kennen.

Den Höhepunkt der Mitgliederversammlung stellte allerdings die Karaokeparty am Samstagabend im majestätischen Elchkeller dar. Eingeweihte werden sich daran erinnern, dass der fzs sich im letzten Jahr schon für den Erhalt des Elchkellers positioniert hatte, als dieser von der Schließung bedroht war. Umso wohltuender also, dass wir unsere Mitgliederversammlung in diesem wundervollen Freiraum begießen konnten. Wir wünschen dem Keller und den Elchen, die ihn betreiben, ausdrücklich noch einmal alles Gute! Schön, dass es euch noch gibt und auch hoffentlich in Zukunft noch geben wird!
Vielen Dank auch an alle, die das Rahmenprogramm organisiert und das leckere Essen selbst zubereitet haben. Ohne euch wären vier Tage Plenum kaum zu bewältigen gewesen. Alles in allem bleibt zu sagen, dass die Keksuni sich wunderbar um die Mitglieder des fzs gekümmert hat und wir kommen gerne wieder!
Money, Money, Money

Obwohl wir mit dem Nachtragshaushalt die Betriebsmittelrücklage angeglichen haben, ist auch der Haushalt für die kommende Legislatur von finanzieller Knappheit geprägt. Der fzs wird nach wie vor weiter Rücklagen abbauen müssen und wahrscheinlich im nächsten Nachtragshaushalt auch wieder Geld aus dem Sperrkonto umschichten.
Dank der erhöhten Mitgliedsbeiträge können wir aber die gestiegene Miete für die Geschäftsstelle im nächsten Jahr finanzieren und perspektivisch ab 2028 auch wieder Rücklagen bilden. Nachdem wir im letzten Jahr an vielen Stellen sparen mussten und dadurch auch weniger Veranstaltungen durchführen konnten als gewohnt, wollen wir in den kommenden zwölf Monaten trotz der Haushaltslage allerdings wieder deutlich mehr Programm anbieten.
Dazu zählen der Bundeskongress Studium und Lehre, der Kongress hochschulpolitisches Engagement und der nächste Mobilitätsgipfel. Ermöglichen können wir dies unter anderem durch externe Finanzierung, z. B. durch das Bundesministerium Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), aber auch durch gezielte Sparmaßnahmen, die den gesamten Haushalt durchziehen.
Als wichtigste Einsparung ist dabei der Posten zu Mitgliederversammlungen hervorzuheben. Wir haben in den letzten Jahren gute Erfahrungen damit gemacht, die Mitgliederversammlungen von der jeweils ausrichtenden Studierendenschaft finanzieren zu lassen, und hoffen auch in der kommenden Legislatur auf Mitglieder, die sich bereit erklären diese Kosten zu übernehmen.
Wenn ihr also Lust darauf habt, dem fzs-Haushalt aus der Patsche zu helfen, dann ist das organisieren einer MV der beste und sicherste Weg dazu.
Wendet euch bei Interesse gerne bei Jonathan:
Bafög und Protest: zwei Beschlüsse, ein gemeinsamer Kampf

Mit „BAföG jetzt – gemeinsam für ein gerechtes BAföG!“ und „Auf die Straße für den Sozialstaat!“ hat die Mitgliederversammlung zwei Beschlüsse gefasst, die zeigen: Wir lassen uns die Zerschlagung des Sozialstaats nicht gefallen.
Statt uns mit der Unerträglichkeit des Status Quo abzufinden, wollen wir Protest aus Gremien und Kommissionen in unsere Hörsäle, auf die Straße und zu unseren Mitstudierenden tragen. Der Höhepunkt wird eine zentrale Demo in Berlin im Wintersemester 26/27 mit weiteren Demos in anderen deutschen Städten.
So verknüpfen wir die Kampagne „Schlussverkauf Bildung“ und unsere Arbeit zum BAföG mit dem Bundesweiten Protestaufruf des DGB und suchen die Vernetzung zu dem Thema weit über den DGB hinaus.
Und dabei seid ihr natürlich gefragt, denn ohne die Beteiligung der Mitglieder stellt der fzs nichts auf die Beine und deshalb wollen wir euch hier schon einmal zu zwei Terminen einladen, die eng mit den Beschlüssen zum BAföG und zum Sozialstaat verknüpft sind:
27. August, 17:00 Uhr: offener Call der Kampagne „Schlussverkauf Bildung“
Wir wollen unsere Beschlüsse mit Leben füllen und gemeinsam konkrete Aktionen entwickeln. Außerdem bereiten wir unsere Aktionskonferenz am 28.11.2026 in Frankfurt am Main vor.
26. September, 12:00 Uhr: Demonstration „Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Als fzs sind wir Bündnispartner der Demonstration und rufen alle Studierenden dazu auf, sich an dem Protest zu beteiligen und unsere Kritik nach Berlin zu tragen. Lasst uns für gerechte Arbeit, sozialen Zusammenhalt, freie Bildung und öffentliche Daseinsvorsorge gemeinsam auf die Straße tragen!
Nachdem wir im letzten halben Jahr Proteste in über 18 Städten und eine erfolgreiche Petition zum Bafög ins Leben rufen konnten, gilt es im Herbst diese Kraft in die nächste Phase zu tragen. Seid dabei!
Dankeeee 😍
Ihr Lieben, danke, dass ihr bis hier gelesen habt. Hoffentlich konnten wir euch einen guten Überblick über das MV-Wochenende geben und Lust machen, selbst auch an einer teilzunehmen. Denn der fzs lebt von der Beteiligung der Mitglieder und wir freuen uns auf die nächste Amtszeit und besonders die nächste Mitgliederversammlung mit euch.
Wir wünschen euch einen schönen (Rest) Sommer! 🌞
