Besser spät als nie!
Was kommt denn da noch verspätet um die Ecke? Ist das etwa der Newsletter im Februar? ❄️
Wir haben ihn nicht vergessen, nur einfach aktuell unfassbar viel zu tun mit der anstehenden 77. Mitgliederversammlung in Darmstadt und der Aktionskonferenz der Schlussverkauf Bildung Kampagne. Wenn ihr an den Veranstaltung interessiert seid, dann gibt es im kommenden Newsletter ein Update oder ihr lasst den Blick mal nach links wandern, wo ihr die Veranstaltungsübersicht findet!
Jetzt lasst und keine Zeit verlieren und umgehend in den Newsletter reinstarten! 🚀
📣 Wir waren viele, wir waren laut:
Der Hochschulaktionstag 2026

Am 28. Januar 2026 haben Studierende und Beschäftigte bundesweit gezeigt, dass sie die Zustände an den Hochschulen nicht länger hinnehmen. Der bundesweite Hochschulaktionstag, den wir als fzs gemeinsam mit Gewerkschaften und weiteren hochschulpolitischen Akteur*innen mitorganisiert haben, war ein deutliches Signal: So wie es ist, kann es nicht bleiben. An über 80 Hochschulstandorten gab es Protestaktionen, an mehr als 60 Hochschulen wurde gestreikt – sichtbar, solidarisch und laut.
Auch in Hannover waren viele auf der Straße. In ihrem Redebeitrag auf der Kundgebung vor dem Landtag in Hannover machte Tabea aus dem Vorstand deutlich, was viele von uns täglich erleben: Hochschulen werden seit Jahren kaputtgespart, Beschäftigte arbeiten unter prekären Bedingungen und Studierende stehen unter wachsendem finanziellen und psychischen Druck. Bildung wird politisch gern als Zukunftsversprechen verkauft – die Realität an den Hochschulen ist jedoch geprägt von Unterfinanzierung, Unsicherheit und Überlastung. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis politischer Entscheidungen.

Besonders deutlich wird das bei den Studienbedingungen selbst. Bibliotheken verlieren Mittel, Tutorien werden gekürzt, Sachmittel gestrichen, ganze Studiengänge geraten unter Druck. Gleichzeitig steigen Mieten, Lebenshaltungskosten und Semesterbeiträge. Studierende zahlen immer mehr für ein Studium, das gleichzeitig schlechter ausgestattet ist. Wer nicht aus einem finanziell abgesicherten Elternhaus kommt, wird schleichend aus dem Studium gedrängt und Bildung wird wieder zur sozialen Frage.
Der Aktionstag hat aber auch gezeigt: Studien- und Arbeitsbedingungen lassen sich nicht trennen. Prekäre Beschäftigung bedeutet prekäre Lehre. Deshalb haben wir uns klar solidarisch mit den Beschäftigten positioniert – gegen Kettenbefristungen, für verlässliche Arbeitsverträge und für einen bundesweiten TVStud. Gute Lehre braucht gute Arbeitsbedingungen.

Der Hochschulaktionstag war kein Einzelereignis, sondern Teil eines größeren Konflikts um die Zukunft unserer Hochschulen. Es geht um ausfinanzierte Grundstrukturen statt Projektlogik, um Demokratie statt Sparzwang, um Hochschulen als Orte von Bildung, Kritik und gesellschaftlicher Verantwortung. Wir haben gezeigt, dass wir viele sind. Und wir bleiben dran – gemeinsam, solidarisch und unbequem.✊
Solltet ihr noch Fragen oder Anregungen zu dem Thema haben, meldet euch gerne bei Maxi als Referenten für Gute Lehre und Arbeitsbedingungen an Hochschulen und bei Tabea als zuständiges Vorstandsmitglied.
🎡Zu Gast in Wien🎠
Bericht vom 90. Boardmeeting der European Students’ Union
Die European Students’ Union (ESU) vereint als unser europäischer Dachverband 43 nationale Studierendenvertretungen aus 40 europäischen Ländern. Es war daher eine große Ehre und Freude, dass auch wir als fzs wieder mit einer Delegation beim 90. Boardmeeting vom 1.-7.12. in Wien dabei sein konnten.
Diese Delegation bestand aus Max (Referent*In Internationales), Jo (Vorstand) und Denise (Ausschuss Internationales)
Im Laufe der Woche hatten wir die Chance uns tiefer damit zu beschäftigen, wie wichtig Daten zur sozialen Lage Studierender sind, wie wir diese noch besser für unsere Arbeit nutzen und uns vernetzen können.

Neben Austausch und Seminarformaten ist das Boardmeeting aber vor allem die Mitgliederversammlung der ESU, weshalb wir uns mit einer Vielzahl an Statements und Policy Dokumenten beschäftigten, diese diskutierten und abstimmten.
Die wichtigsten Beschlüsse waren hier unter anderem eine Aktualisierung der Positionen zu Qualität in Studium und Lehre, ein Beschluss zur Situation LGBTQIA+ Studierender in Europa, eine weitere Solidarisierung mit den andauernden Protesten in Serbien und ein Beschluss zu Active Citizenship Education, ein Konzept was sich mit Demokratiebildung vergleichen lässt.
Ein Antrag zur Gefahr der andauernden Militarisierung an Hochschulen fand leider keine Mehrheit, in unserem Netzwerk TOPICS behandeln wir dies aber weiter.
Solltet ihr noch Fragen oder Anregungen zu unserer internationalen Arbeit haben meldet euch gerne jederzeit bei Max als Referent*in für Internationales, bei Jo als für Internationales zuständigem Vorstandsmitglied oder beim Ausschuss Internationales.
Was ist eigentlich das HoPo Portal?
Protokolle hier, Dateien dort, Videokonferenzen auf der dritten Plattform und Termine irgendwo zwischen Mails und sonstigen Nachrichten suchen? Hochschulpolitik ist komplex genug – da sollte die digitale Organisation nicht zum zusätzlichen Hindernis werden.

Genau hier setzt unser HoPo-Portal an: Eine zentrale Plattform, auf der ihr (fast) eure gesamte Arbeit organisieren könnt. Wir nutzen das Portal im fzs täglich – und bieten es zudem kostenlos unseren Mitgliedern und deren Fachschaften und Hochschulgruppen sowie Landesstudierendenvertretungen und Bundesfachschaftentagungen an.
Was bietet euch das HoPo-Portal?
Das Portal bringt alle wichtigen Werkzeuge an einem Ort in Gruppen zusammen: Ihr könnt Pads in übersichtlichen Ordnerstrukturen anlegen. Über die integrierte Nextcloud habt ihr einen Dateispeicher für eure Dokumente, Protokolle und Materialien – und könnt diese bei Bedarf auch mit anderen teilen.
Für Sitzungen und Online-Treffen steht euch BigBlueButton für Videokonferenzen zur Verfügung. Wer möchte, kann mit Rocket.Chat die hochschulpolitischen Chats von privaten Messengern trennen – für eine bessere Work-Life-Balance.
Außerdem ist unsere OpenSlides-Instanz (https://www.fzs.de/service/openslides/ ) an das HoPo-Portal angebunden und kann darüber auch für eure StuPa- / StuRa-Sitzungen genutzt werden.
Noch im Aufbau: das HoPo-Wiki, eine Wissenssammlung zu hochschulpolitischen Themen.
✏️ Ihr möchtet das Portal für eure Arbeit nutzen?
Füllt einfach dieses kurze Formular aus: https://www.fzs.de/service/hopo-portal/hopo-portal-gruppe-beantragen/
Wir richten euch dann einen eigene Gruppe ein, in dem ihr Untergruppen anlegen, Mitglieder verwalten und eure internen Inhalte organisieren könnt.
Wenn ihr das Portal noch nicht kennt, könnt ihr euch natürlich auch erstmal einen persönlichen Account erstellen und euch umschauen. Wir haben eine Beispielgruppe eingerichtet, der ihr zum Testen direkt beitreten könnt: https://portal.fzs.de/group/beispiel-studierendenschaft/
💡Weitere Infos
Das HoPo-Portal ist kostenlos für alle fzs-Mitglieder. Die Software wird von der wechange-Genossenschaft entwickelt und ist vollständig Open Source und wird Datenschutzkonform in Deutschland gehosted. Anders als bei vielen kommerziellen Anbietern werden hier keine Daten verkauft und es gibt keine Werbung.
Mehr Infos zum HoPo-Portal findet ihr hier: https://www.fzs.de/service/hopo-portal/
Ihr habt Rückfragen, Featurewünsche oder braucht mehr Speicherplatz? Ihr möchtet das Hosting und die Weiterentwicklung des Portals finanziell unterstützen? Meldet euch gern bei uns!
Bussi Baba!💋
Kurz und knackig: Das war der Februar Newsletter. Wir sehen uns hoffentlich bei unserer Mitgliederversammlung oder in Calls oder sonst wo!
