Ja ist denn schon Frühling? 🌷🐰
Riecht ihr das? Schmeckt ihr das auch? 👃🏼 Die Sonne ist zurück und vielleicht das erste Eis verköstigt und das kommende Sommersemester steht auch schon vor der Tür!
Anfang diesen Monats haben wir unsere 77. Mitgliederversammlung in Darmstadt abgehalten, wo wir ne Menge gute Dinge beschlossen haben. Am 8.März waren wir auf der Straße zum feministischen Kampftag und am Wochenende hatten wir unsere große Schlussverkauf Bildung Konferenz im Ruhrgebiet.
Ihr seht: Ne Menge los und deshalb ist dieser Newsletter etwas voller, genießt ihn und meldet euch jederzeit bei Fragen, Anmerkungen, Feedback oder Interesse. Und jetzt geht’s los! 🚀
Schlussverkauf Bildung goes Oer-Erckenschwick 🍟
Vom 13. bis 15. März fand die Aktionskonferenz zu Schlussverkauf Bildung in Oer-Erkenschwick im Ruhrgebiet statt. Gemeinsam mit der Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken und Schüler*innen der JSAG Nordrhein-Westfalen haben wir Workshops veranstaltet, Vorträge gehört und intensiv diskutiert, um den bundesweiten Kürzungen in der Bildungspolitik etwas entgegenzusetzen.
Auf dem Programm standen unter anderem Inputs zur Schuldenbremse, zur Sparpolitik an Schulen sowie zur Ästhetik zivilgesellschaftlichen Protests. Neben Planung und politischen Debatten kam auch das gemeinsame Vergnügen nicht zu kurz – etwa beim Karaoke oder beim Filmabend. Natürlich haben wir auch alle Interessierten mit dem kultigen Mensagericht in spe, namens „Taxiteller“, versorgt.





Nun gilt: Nach der Aktionskonferenz ist vor der Aktionswoche. Gemeinsam bereiten wir uns darauf vor, am 17. Juni bundesweit Kundgebungen gegen den Schlussverkauf der Bildung zu organisieren.
Save the date!
Dafür treffen wir uns mit euch und allen Interessierten am 17. April um 17:30 Uhr zu einem offenen Vorbereitungscall:
Zusammen gegen die Schuldenbremse und gegen Kürzungen im Bildungswesen!
It’s all about the money 🥲
Seit einem Jahr sprechen wir auf den Mitgliederversammlungen über die angespannte Haushaltslage des fzs. Nachdem der aktuelle Haushalt mit deutlichen Kürzungen beschlossen wurde und weder ausreichend Mittel für Mitgliederversammlungen noch für andere Veranstaltungen vorsieht, wurde klar: Eine Anpassung der Mitgliedsbeiträge ist notwendig.
Seit Januar hat sich deshalb der Arbeitskreis Finanzen mehrfach getroffen. In offenen Runden, an denen alle Mitglieder teilnehmen konnten, wurde gemeinsam über mögliche Modelle und deren Umsetzbarkeit diskutiert. Die daraus entstandenen Vorschläge wurden anschließend vom Ausschuss Finanzen als Anträge in die Mitgliederversammlung eingebracht.

Bei der Mitgliederversammlung in der letzten Woche wurde schließlich ein überarbeiteter Vorschlag der Universität Lüneburg gemeinsam mit der Universität Bonn mit 86 % der Stimmen angenommen. Der Beschluss sieht vor, den Beitrag im kommenden Haushaltsjahr um 16 Cent auf 0,96 € pro eingeschriebener Student*in zu erhöhen. Für Mitglieder mit mehr als 35.000 Studierenden gilt: 0,96 € für die ersten 35.000 Studierenden und 0,15 € für jede weitere eingeschriebene Person.
In den folgenden zwei Jahren werden diese Beträge schrittweise weiter angepasst.
Alle Details dazu findet ihr in § 5 der Finanzordnung:
Die inhaltlichen Beschlüsse der letzten Mitgliederversammlung findet ihr hier:
Bei Fragen zu Beiträgen, Haushalt oder Finanzen könnt ihr euch natürlich jederzeit bei uns melden!
AK Ost trifft sich wieder 🐓
Der AK Ost trifft sich zum dritten Mal. Eingeladen sind – unabhängig von einer Mitgliedschaft im fzs – alle, die in Ostdeutschland studieren und/oder in Ostdeutschland geboren oder aufgewachsen sind (Berlin inklusive).

Das Treffen findet am 18. März um 18 Uhr digital statt.
Wir wollen über folgende Themen sprechen:
- die Initiative „Wähle (in) MV!“
- Kürzungspolitik an ostdeutschen Hochschulen und Universitäten
- den Parteitag der AfD in Erfurt vom 03.07.–05.07.
- die Situation ostdeutscher Studierendenschaften im fzs
Wenn ihr selbst noch Themen mitbringen wollt, sagt mir gerne Bescheid, dann setzen wir sie auf die TO.
Bei Fragen oder Anmerkungen zum AK Ost wendet euch gerne jederzeit an Jo, Katharina oder Tjark aus dem Vorstand.
Alles wissen über Sozialpolitik 💡
Der Ausschuss Sozialpolitik arbeitet seit Beginn dieser Legislatur fleißig an HoPo-Wiki-Artikeln zu unterschiedlichen sozialpolitischen Themen. Der erste ist bereits fertig und ist hochgeladen!
Er beschäftigt sich mit dem Thema Studienfinanzierung, checkt ihn hier aus:
Dieser Artikel richtet sich an einzelne Studierende, aber nützt insbesondere auch Studierendenvertretungen. Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es für Studierende? Und welche Rolle können die Studierendenschaften in der Unterstützung ihrer Studierenden spielen?
Es wird im Artikel auf BAföG, Stipendien, Erwerbstätigkeit, studentische Darlehen, Sozialleistungen (Wohngeld und Bürgergeld), Kredite, Versicherungen und Vergünstigungen eingegangen.

Ein besonderer Dank gilt an der Stelle Theo aus Lüneburg, der den Großteil des Artikels verfasst hat!
Nicht nur am 8. März:
Feministische Kämpfe sind
hochschulpolitische Kämpfe
An den Uni bestehen patriarchale Strukturen fort: Sexismus im Studienalltag, sexualisierte Gewalt, prekäre Beschäftigung und Studienbedingungen, die Care-Arbeit erschweren oder ausschließen. Besonders betroffen sind Frauen sowie trans*, inter und nicht-binäre Personen – insbesondere, wenn weitere Diskriminierungsebenen wie Rassismus oder Klassismus hinzukommen.
Bürokratische Hürden bei Personenstands- und Namensänderungen zeigen beispielhaft, wie unzureichend Hochschulen oft auf diverse Lebensrealitäten vieler Studierender reagieren. Zusätzlich erschweren Kürzungen die häufig ohnehin schon prekäre Gleichstellungsarbeit an Hochschulen und verunmöglichen (queer)feministische Forschung und Lehre.

Der feministische Kampftag am 8. März erinnert daran, dass Gleichberechtigung auch weiterhin erkämpft werden muss. Weltweit kämpfen Studierende jeden Tag für ihr Recht auf Bildung, Teilhabe und Selbstbestimmung.
Der fzs setzt sich deshalb für Hochschulen ein, die Diskriminierung aktiv entgegentreten: mit wirksamen Maßnahmen gegen sexualisierte Gewalt, starken Gleichstellungsstrukturen, besseren Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft und Studienbedingungen, die allen echte Teilhabe ermöglichen.
Hier gehts zu unserem Post zum Thema:
Wir brauchen eine grundlegende BAföG-Reform
Im Zuge des Koalitionsstreits um die Finanzierung geplanter Reformen fordert der fzs als Dachverband der Studierendenvertretungen eine grundlegende Reform des BAföG. Ziel ist eine Studienfinanzierung, die ein Studium unabhängig von der sozialen Herkunft ermöglicht.
Da Fördersätze und Verfahren seit Jahren nicht ausreichend an die Lebensrealität von Studierenden angepasst wurden, sinkt die Zahl der Geförderten kontinuierlich. Auf unserer Mitgliederversammlung haben wir deshalb Verbesserungen beschlossen – darunter höhere und dynamisierte Bedarfssätze, eine realistische Wohnkostenpauschale sowie ein BAföG ohne Verschuldung.
Gemeinsam mit dem Deutsches Studierendenwerk und weiteren Akteur*innen haben wir am 6. März zudem eine Pressemitteilung für eine schnelle Reform unterzeichnet:
Wie es weitergeht, dürfte sich noch in diesem Monat entscheiden, wir halten euch auf dem Laufenden!
Schickt uns eure Städteberichte, Analysen und Kommentare zu den Zuständen an deutschen Hochschulen.
Wir wollen zeigen, wie die Bildungspolitik an der Realität scheitert und welche Folgen das vor Ort für Studierende, Lehre und Forschung hat. Dabei freuen wir uns natürlich auch über Berichte von Ansätzen und Projekten, durch die es euch gelungen ist, dem Schlussverkauf der Bildung etwas entgegenzusetzen.
Unser Newsletter soll die Mangelwirtschaft der Bildungslandschaft sichtbar machen und dafür brauchen wir eure Beiträge! So wollen wir dokumentieren, wie sich Kahlschlag im Alltag der Hochschulen manifestiert und was sich ändern müsste, damit Bildung irgendwann mehr als das hirnlose Sammeln von Credit Points bedeutet.
Lasst uns gemeinsam festhalten, wie neoliberale Bildungspolitik sich auswirkt, wenn man nicht im Ministerium sitzt.
Die nächste Ausgabe unseres Newsletters erscheint Anfang April und wird an Mitgliedshochschulen und Interessierte verschickt.
