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Aktuell:

BOLOGNA-UMFRAGE

Anlässlich des 15-jährigen Geburtstags des "Bologna-Prozesses" initiiert der freie zusammenschluss von studentInnenschaften eine bundesweite Umfrage unter Studierenden.

Ziel der Umfrage ist eine Erhebung der aktuellen Sichtweise der Studierenden auf ihre Studiensituation, um Problemfelder und Erfolge der Umsetzung des Bologna-Prozesses zu evaluieren.

Eine breite Beteiligung seitens der Studierenden fördert die Möglichkeit, durch die Ergebnisse in den politischen Prozessen auf bundesweiter und lokaler Ebene besser studentische Interessen vertreten zu können und Verbesserungen der Studiensituation vor Ort zu erwirken.

Die Umfrage läuft bis zum 13. Juli 2014. Ergebnisse werden Anfang August im Rahmen der Bologna-Konferenz des fzs veröffentlicht.

ZUR UMFRAGE


STUDIERENDE GEGEN DIE KÜRZUNGSPLÄNE IM BILDUNGSBEREICH - AUFRUF ZUM BILDUNGSSTREIK 2014

In vielen Bundesländern sind die Hochschulen von massiven Kürzungen bedroht. Wenn die Kürzungen kommen, kann das dramatische Auswirkungen auf die ohnehin desolat finanzierte deutsche Hochschullandschaft haben. Die chronische Unterfinanzierung der Hochschulen ist kein Zufall, sondern ein politischer Prozess, der bereits seit Jahren vorangetrieben wird. Aus kritischen Wissenschaftseinrichtungen sollen Dienstleistungsunternehmen gemacht werden. Aber dieser Prozess ist umkehrbar. Studierendenproteste wie zum Beispiel frühere Bildungsstreiks haben bewirkt, dass allgemeine Studiengebühren derzeit flächendeckend abgeschafft sind. Es kann noch mehr erreicht werden: Eine Ausfinanzierung des Hochschulbereichs ist möglich!

Der Reichtum in Deutschland ist so groß wie nie zuvor. Den 2,2 Billionen Euro Staatsverschuldung stehen 10 Billionen Euro Privatvermögen gegenüber. Der Spitzensteuersatz ist seit Jahren von den Regierungskoalitionen immer weiter abgesenkt worden. Geld für Bildung wäre also genug da. Es ist nur ungerecht verteilt.

Bildung im Allgemeinen und Hochschulbildung und -forschung im Besonderen fördern nachhaltige und solidarische Formen des Zusammenlebens. Die Hochschulen haben deswegen die Aufgabe, die aktuellen Verhältnisse kritisch zu reflektieren und für friedliche Lösungsvorschläge zu forschen. Um das zu unterbinden, wurden Marktmechanismen in die Hochschulen eingebracht. Beispiele dafür sind die leistungsorientierte Mittelvergabe oder der Zwang zur Einwerbung von Drittmitteln, durch die Hochschulen, Fakultäten und Hochschulmitglieder in ein Konkurrenzverhältnis zueinander gesetzt werden sollen. In Konkurrenzverhältnissen können die Hochschulen ihrer eigentlichen Aufgabe nicht nachkommen, da es nicht um den Erkenntnisgegenstand sondern um Gewinnmaximierung geht. Kritische Wissenschaft dagegen gedeiht nur in Kooperation. Mit der kooperativen Hochschule und der Ausfinanzierung aller Bildungsinstitutionen kann das Konkurrenzverhältnis überwunden werden.

Statt einer "unternehmerischen Hochschule" wollen wir für eine demokratische Hochschule kämpfen. Das schließt eine soziale Öffnung der Hochschulen und die Abschaffung prekärer Arbeitsbedingungen mit ein. Die Bedingungen für kritische Wissenschaft werden durch unbefristete Beschäftigungsverhältnisse, gute Bezahlung und infrastrukturelle Ausstattung der Hochschulen verbessert. Die kritische Wissenschaft muss über die Hochschule hinaus für ihre Grundlage wirken. Dafür müssen unter anderem auch Kindertagesstätten und Schulen ausfinanziert werden und hierarchiefrei gestaltet werden. Wir kämpfen für die gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen. Erreichen können wir das durch Inklusion, günstige Wohnungen und die Demokratisierung aller Lebensbereiche. Deswegen ist die finanzielle Stärkung der sozialen Infrastruktur von großer Bedeutung. Es wäre fatal die derzeitigen Kürzungen im Bildungsbereich für sich genommen zu betrachten. Wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen. Es ist der gemeinsame Kampf von allen, die sich gegen Abbau des Sozialstaats, Unterdrückung und für eine solidarische Gesellschaft einsetzen.

Bildung braucht die Ausfinanzierung als zentrale Aufgabe des Staates! Diese Aufgabe darf nicht auf die Privatwirtschaft, Stifter*innen oder die Bildungssubjekte abgewälzt werden. Wir wollen deshalb eine flächendeckende, plurale Bildungslandschaft ausbauen und setzen uns für eine vollständige Ausfinanzierung aller Hochschulen ein.

Deswegen kämpfen wir für:

1. AUFHEBUNG DES KOOPERATIONSVERBOTES ZWISCHEN BUND UND LÄNDERN FÜR BILDUNG UND WISSENSCHAFT
Der Konkurrenzföderalismus, den die Föderalismusreformen I + II vertieft haben, ist insbesondere in der Bildungs- und der Wissenschaftspolitik gescheitert. Das Kooperationsverbot muss aufgehoben und durch eine Regelung ersetzt werden, die es Bund und Ländern ermöglicht, bei der Grundfinanzierung und darüber hinausgehenden Förderung von Einrichtungen und Vorhaben der Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie der Studierendenwerke verbindlich zusammenwirken zu können. Die gemeinsame Bildungsplanung ist als verpflichtender Auftrag wieder in das Grundgesetz aufzunehmen.

2. VERMÖGEN UMVERTEILEN FÜR NOTWENDIGE INVESTITIONEN IN DIE ZUKUNFT
Geld ist genug da - es muss anders verteilt werden. Das Steuersystem muss so umgestaltet werden, dass der private Reichtum der Gesellschaft zu gute kommen kann. Die Prioritätensetzung der Mittelverteilung ist zu ändern.

3. SCHULDENBREMSE ABSCHAFFEN
Die Schuldenbremse verstärkt und institutionalisiert den Druck, den Rotstift vor allem im Bildungs- und Sozialbereich anzusetzen. Wir setzen uns für die Forderung ein, dass der Bund die öffentliche Hochschullandschaft stärker kofinanziert. Zu geringe Staatseinnahmen gepaart mit der Schuldenbremse sind die Ursachen von Kürzungen im Bildungs-, Sozial- und Kulturbereich. Wir fordern die Abschaffung der Schuldenbremse!

4. PREKÄRE BESCHÄFTIGUNGSVERHÄLTNISSE AUFLÖSEN
Für die gleichberechtigte Teilhabe am Wissenschaftsprozess muss es allen Mitgliedern der Hochschulen ermöglicht werden, unbedrängt von Befristung, schlechter Bezahlung und aufgezwungenen Arbeitszeitmodellen zu arbeiten. Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz muss abgeschafft werden.

5. BAFÖG FÜR ALLE
Damit alle Menschen ein Studium aufnehmen können, wenn sie dies wollen, muss es eine elternunabhängige Finanzierung als Vollzuschuss für alle geben. Einschränkungen oder Sanktionen sind abzuschaffen.

6. DEMOKRATIE AN DER HOCHSCHULE
Das Bild der "unternehmerischen Hochschule", in der die Hochschule zu einem Dienstleistungsunternehmen umfunktioniert werden soll, muss zugunsten der allumfassenden Demokratisierung verdrängt werden. Alle Hochschulmitglieder müssen gleichberechtigt am Wissenschaftsprozess mitwirken können. Das bedeutet auch, dass die Hochschulen nicht durch Hochschulräte geleitet werden können, sondern aus sich selbst heraus demokratisch bestimmt sein müssen.

7. FÜR BREITENFÖRDERUNG - WIDER EXZELLENZ

Der Zwang, sich stets im Wettbewerb mit anderen Fachbereichen und Forscher*Innen zu sehen, muss aufgelöst werden. Statt der Exzellenzinitiative muss eine Breitenfinanzierung etabliert werden, die die Bedingungen für alle verbessert.

GEGEN KÜRZUNGEN UND UNTERFINANZIERUNG AUF DIE STRASSE!

Wir rufen zu bundesweiten Protesten in den kommenden Monaten zu einem Bildungsstreik 2014 auf. Nur wenn wir gemeinsam auf die Straße gehen, können wir Druck gegen das Kürzungsdiktat aufbauen. Der Mai wird zu einem Aktionsmonat mit einem dezentralen Aktionstag am 20. Mai. An diesem Tag wollen wir mit kreativen Aktionen und zivilem Ungehorsam auf Kürzungen und Unterfinanzierung aufmerksam machen. Für den 25. Juni wird zu überregionalen Demonstrationen aufgerufen um dann im Herbst alle gemeinsam in Form einer bundesweiten zentralen Demonstration gegen Kürzungen, Kooperationsverbot und Schuldenbremse und für eine grundsätzlich andere Hochschule, nämlich eine demokratische, zivile und kritische, auf die Straße zu gehen.

Mehr Informationen:

bildungsstreik2014.de

Kürzer geht's nicht


Call for Poster zum Thema "Systemakkreditierung"

Zum 15-jährigen Jahrestag der Unterzeichnung der Bologna-Erklärung richtet der fzs e.V. im Sommer die Bologna-Konferenz aus. Auf der Konferenz zum Stand der Umsetzung der Bologna-Maßnahmen in Deutschland wird es neben Vorträgen, Workshops und Streitgesprächen, eine Poster-Ausstellung zum Thema "Systemakkreditierung" geben. Ziele sind der Erfahrungsaustausch und die Diskussion zum Thema, um so zur Weiterentwicklung der Hilfsmittel zur Sicherung der Qualität von Studium und Lehre beizutragen. Dieser "Call for Posters" richtet sich an drei Zielgruppen: Zum Einen sollen Hochschulen, deren QS-Konzepte akkreditiert sind oder sich in der Akkreditierung befinden, diese darstellen. Zum Anderen ist die Einschätzung der jeweiligen Studierendenvertretungen erwünscht. Zuletzt werden auch Erfahrungen seitens Gutachter*innen gesucht, die bereits an Systemakkreditierungs-Verfahren beteiligt waren. Für die Präsentation der Poster ist im Rahmen der Konferenz eine eigene Fläche vorgesehen. Die Poster sollen über die gesamte Dauer der Konferenz ausgestellt werden. Eine Anwesenheit der Präsentierenden ist nicht notwendig, zur Beantwortung von Fragen aber wünschenswert. Die Erstellung von Handouts ist erwünscht, bei Abwesenheit der*des Erstellenden zur näheren Erläuterung obligatorisch. Im Rahmen der Konferenz werden die Poster nach Inhalt und Gestaltung von den Teilnehmer*innen bewertet. Die Gewinner*innen werden vor Ort ausgezeichnet.

Die Poster sollen im Format DIN A0 hoch erstellt werden. Sie sind bis zum 15.06.2014 in digitaler Form per E-Mail als PDF-Datei an vorstand@fzs.de einzureichen und werden in gedruckter Form bei der Konferenz vorliegen.

Wir freuen uns auf Ihre bzw. Eure Präsentationen. Nähere Fragen zur Konferenz und zu den Postern können an Katharina Mahrt (katharina.mahrt@fzs.de) gestellt werden.


Hochschulzukunftsgesetz NRW - Zu Diensten der Präsidien?

fzs unterstützt Forderungen des LAT

Am 25. März hat die nordrhein-westfälische Landesregierung seinen Entwurf des Hochschulzukunftsgesetzes beschlossen, der bald in den Landtag eingebracht wird. Im Vergleich zum Entwurf aus dem letzten November wurde nur auf die Forderungen der Präsidien, Hochschulräte und der Wirtschaft eingegangen. Verantwortungsvolle Hochschulpolitik sieht anders aus. Deshalb hat das Landes-ASten-Treffen NRW Forderungen an den Regierungsentwurfs beschlossen, denen der fzs sich anschließt. Jetzt ist der Landtag dran.

1) Zwangs-Exmatrikulation aufgrund der Studiendauer streichen! Das LAT NRW fordert ausdrücklich alle Passagen, die eine Zwangs-Exmatrikulation nach § 51 Abs. 3 Punkt 8 ermöglichen, ersatzlos aus dem Gesetzentwurf zu streichen. Die Studienbedingungen werden durch die geplanten Zwangs-Exmatrikulationen erheblich verschlechtert und in der Studierendenschaft weitere Ängste geschürt.

2) Haushaltsbeauftrage Fachperson für die Studierendenschaft streichen! Die Abschaffung der Haushaltsbeauftragten Fachperson in § 25 HWVO ist nicht verhandelbar. Diese Idee verursacht nur zusätzliche Kosten für die ASten und ist überflüssig. Das LAT NRW fordert stattdessen den Landesrechnungshof NRW auf, seinen Beratungsauftrag ernst zu nehmen und diesbezüglichen Bitten und Prüfanfragen der Studierendenvertretungen auch nach zu kommen.

3) Viertelparität ernsthaft umsetzen! Das LAT NRW vermisst das klare Bekenntnis in § 22 Abs. 2 und 4, endlich einen viertelparitätischen Senat einzuführen, ohne umfangreiche Ausnahmetatbestände, welche die paritätische Mitbestimmung in der Praxis wieder aufheben.

4) Kompetenzen des Senats stärken! Der Senat als höchstes, demokratisch legitimiertes Organ muss wieder mehr Befugnisse zuerkannt bekommen, anstatt ihn mit ungenauen Bestimmungen weiter auszuhöhlen. Dazu gehört auch nach § 21. Abs. 1 Nr. 4 die Aufsicht über die Wirtschaftsführung des Rektorates, nach § 17 Abs. 1 Satz 1 die alleinige Wahlfunktion für die Mitglieder des Präsidiums und nach § 16 Abs. 1 ein "Einvernehmen" über Hochschulverträge nach § 6 Abs. 3. Der Hochschulrat sollte ausschliesslich als beratendes Gremium arbeiten.

5) Keine Aushöhlung der Transparenzpflicht! Die Transparenzpflicht in § 71a gegenüber den von Hochschulen verwendeten Drittmittelstellenden wurde deutlich abgeschwächt. Die Verpflichtung, nur noch "abgeschlossene" Forschungsvorhaben zu veröffentlichen sind ein schwieriges Signal in Bezug auf die Transparenz und Glaubwürdigkeit von Forschungsvorhaben in öffentlichem Interesse. Fraglich bleibt, wann Forschungsvorhaben überhaupt "abgeschlossen" sein sollen. Das LAT NRW bewertet diese Neuerung als bewusst eingefügte Verschleierungsmöglichkeit, mit welcher sich die Hochschulen und Kooperationspartner auch weiterhin der Transparenz- und Auskunftspflicht entziehen können. Gerade hier steht die Landesregierung in der Verantwortung, dafür zu sorgen, dass die Öffentlichkeit in einem geeigneten Rahmen über alle Forschungsprojekte in Kenntnis gesetzt wird.

6) Gute Arbeit statt prekärer Beschäftigungsverhältnisse! Das LAT NRW begrüßt grundsätzlich den Arbeitsauftrag, der sich aus § 34a erschließt. Ein Rahmenkodex für gute Beschäftigungsbedingungen erscheint dem LAT NRW jedoch nicht ausreichend, um die erforderliche Verbindlichkeit zu gewährleisten. Hier fordert das LAT NRW eine rechtsverbindliche Lösung.


Offener Brief zum Hochschulzukunftsgesetz NRW

Unter dem Motto "Für eine demokratische Hochschulverfassung und eine Hochschule in gesellschaftlicher Verantwortung" hat am 10. März der NRW-Landesverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft mit 50 erstunterzeichnenden Professoren eine Unterschriftensammlung für eine tiefgreifende Überarbeitung des vorliegenden Entwurf eines Hochschulzukunftsgesetz NRW gestartet. Mit gleichem Anliegen wenden sich heute sechs zivilgesellschaftliche und hochschulnahe Organisationen und Initiativen mit einem offenen Brief an die NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.

Beide Aktionen sind scharf abgegrenzt gegen den wütenden Protest, der gleich nach Veröffentlichung der Gesetzesvorlage von Hochschulleitungen und aus Wirtschafskreisen vorgetragen wurde. Dieser Protest dient ausschließlich der Wahrung von Privilegien und lukrativen Handlungsspielräumen, die 2007 nach Vorarbeit der Bertelsmann-Stiftung durch den damaligen FDP-Minister Pinkwart mit dem so genannten Hochschulfreiheitsgesetz entstanden waren. Damit wurde zugleich die Umorientierung der NRW-Hochschulen vollzogen, die fortan als unternehmerische Hochschulen agierten. Qualität und gesellschaftliche Verantwortung von Forschung und Lehre trat damit in den Hintergrund. Unter dem Primat der Betriebswirtschaft wurde die Drittmittelakquise zum Kerngeschäft. Wettbewerb wurde zum Leitmotiv der Hochschulentwicklung. Wirtschaftskreise gewannen über die Hochschulräte maßgeblichen Einfluss auf die Forschung und Lehre. Die Beschäftigungsverhältnisse eines großen Teils der Hochschulbeschäftigten wurden prekarisiert.

Dieser unternehmerischen Ausrichtung der NRW-Hochschule wollte Ministerin Schulze mit dem Hochschulzukunftsgesetz entgegenwirken. Die Gesetzesvorlage wird diesem Anspruch nicht gerecht. Der unternehmerische Charakter wird nicht in Frage gestellt. Die zu Recht angestrebte Transparenz kann leicht umgangen werden. Eine wirklich demokratische Mitbestimmungsregelung ist nicht vorgesehen. Die Beschäftigungsverhältnisse sollen nach wie vor privatwirtschaftlich angelegt sein. Wege zur tatsächlichen Realisierung des im Entwurf explizit vorgesehenen Beitrags der Hochschulen zu einer "nachhaltigen und friedlichen Welt" werden nicht aufgezeigt.

Diese und weitere Mängel werden im hier vorgestellten offenen Brief aufgezeigt. Die Ministerin wird aufgefordert, die Gesetzesvorlage grundlegend zu überarbeiten, die Kritik der Hochschulleitungen und von Wirtschaftskreisen zurückzuweisen und sich auf einen konstruktiven Dialog mit den Befürwortern einer demokratischen Reform der NRW-Hochschulen einzulassen.

Der Offene Brief findet sich hier.

Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler - BdWi

freier zusammenschluss von studentInnenschaften - fzs

Attac NRW

GEW-Studis - Landesausschuss der Studentinnen und Studenten in der GEW NRW

Arbeitskreis Bildung & Erziehung bei Attac Köln - AK:BE

Arbeitskreis Zivilklausel der Universität Köln


Solierklärung für Musikhochschulen


Der fzs erklärt sich solidarisch mit den Musikhochschulen im Land Baden-Württemberg und spricht sich gegen drastische Kürzungen von ca. 4 Mio. € an den Musikhochschulen aus. Kürzungen an Kultur- und Bildungseinrichtungen sind nicht der richtige Weg, um den Haushalt zu sanieren und die in der Landesverfassung verankerte Schuldenbremse einzuhalten.

Dem Vorschlag des Rechnungshofes - die Ausgaben für die Musikhochschulen auf 40,5 Millionen Euro zu begrenzen, weiterhin die Zahl der Studienplätze auf 2000 zu reduzieren und gleichzeitig Studiengebühren für nicht-europäische Studierende zu erheben - mehr oder minder blind zu folgen, zeugt von politischer und kultureller Ignoranz.

Es ist auch nicht ersichtlich, warum gerade an den kleinsten Hochschulen des Landes zuerst gespart werden soll. Gerade mit den anstehenden Solidarpaktverhandlungen im nächsten Jahr soll jetzt an den Musikhochschulen ein Exempel für weitere Kürzungen im Bildungssystem statuiert werden. Diese aus rein politischem Kalkül formulierten Kürzungen lehnen wir kategorisch ab: Das Land zieht sich damit aus seiner bildungspolitischen Verantwortung.

Mit den Streichungen in Höhe von ca. 4 Mio. € und der Aberkennung des Hochschulstatus stehen einzelne Standorte vor dem Ruin. An allen Musikhochschulen muss die Qualität der Lehre in allen Fachbereichen an allen Standorten erhalten bleiben. Wir fordern, keine finanziellen Kürzungen vorzunehmen und den Studierendenvertretungen alle Unterlagen zugänglich zu machen, damit diese ein Gegenkonzept zum Kahlschlag in Kultur und Bildung erarbeiten können. Im Übrigen sind keine Entscheidungen ohne studentische Zustimmung zu fällen! Für die Qualität der Lehre ist ein großes und vielfältiges Lehrangebot an allen Standorten zu gewährleisten. Die Bedeutung der klassischen Musikausbildung in Mannheim scheint beispielsweise von Ministerin Bauer verkannt zu werden. Der Begriff der "Mannheimer Schule" ist international bekannt.

Wir positionieren uns auch gegen eventuelle zukünftige Forderungen nach Studien- und Bildungsgebühren an den Musikhochschulen des Landes Baden-Württemberg. Bildung ist ein Menschenrecht und muss allen frei zugänglich sein. Studiengebühren wirken sozial selektiv und schränken Studierende in der freien Ausübung ihrer individuellen Interessen ein. Bildung und Wissenschaft sind keine Waren, die gekauft werden können.

Wir fordern: Keine Entscheidungen ohne studentische Zustimmung!
Wir fordern: Keine Bildungsgebühren an den Musikhochschulen!
Wir fordern: Keine finanziellen und qualitativen Kürzungen an den Musikhochschulen!!

Petition dazu: hier

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Hochschulpolitische Wahlprüfsteine des fzs zur Bundestagswahl 2013

Anlässlich der Bundestagswahl 2013 hat der fzs einen hochschulpolitischen Wahlkompass mit Multiple-Choice-Verfahren erstellt. Außerdem wurden umfassende Wahlprüfsteine des fzs von den angefragten Parteien CDU, SPD, FDP, Grüne, Linke, Piratenpartei, Partei MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ und die DIE FRAUEN ausführlich beantwortet.

Der hochschulpolische Wahlkompass kann hier erreicht werden.
Die Wahlprüfsteine sind hier zu finden.
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Hochschulwatch - Macht.Wirtschaft.Uni

Wo gefährden private Interessen die Unabhängigkeit der Wissenschaft?

Zusammen mit Transparency International Deutschland und der taz wollen wir "genauer hinsehen" und die Verbindungen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft öffentlich machen. Die Karte Hochschulwatch zeigt, wie viel Geld die Hochschulen im Jahr 2010 von der gewerblichen Wirtschaft für Forschungsprojekte bekommen haben. Wir bitten die Besucher*innen unserer Homepage um Mithilfe bei der Ergänzung der Informationen.

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Wohnraumkampagne des fzs

Studentischer Wohnraum ist knapp, sinnvolle Alternativen sind rar. Studierende finden keine bezahlbaren Wohnungen, falls sie überhaupt welche finden. Zu Beginn ihres Studiums sind viele Studierende vorerst in Provisorien (Hörsäle, Zelte, Turnhallen, etc.) untergebracht und geraten in Wohnungsnot.

Momentan planen wir deswegen mit verschiedenen Verbänden eine Wohnraumkampagne im November 2013.

Die Materialien der letztjährigen Kampagne und Informationen zur Problematik findet ihr hier.

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fzs jetzt auch bei Twitter: @fzs_ev

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Info zum Verband:

Der freie zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) e.V. ist der Dachverband von Studierendenvertretungen in Deutschland.

  

Mit rund 90 Mitgliedshochschulen vertritt der fzs eine Million Studierende in der Bundesrepublik. Der fzs ist Mitglied in der European Students' Union (ESU) und auf internationaler Ebene in der International Union of Students (IUS).


Der fzs setzt sich ein für

  • eine gesetzlich und finanziell abgesicherte studentische Vertretung an Hochschulen,
  • die Beteiligung von Studierenden an allen hochschulpolitischen Entscheidungen in Hochschule, auf Landes- und Bundesebene,
  • einen freien Zugang zu Bildung,
  • eine bedarfsdeckende finanzielle Absicherung von Studierenden unabhängig vom Einkommen der Eltern,
  • den Abbau von Diskriminierung in Bildungssystem und Gesellschaft
  • eine kritische Auseinandersetzung mit Wissenschaft und Gesellschaft,
  • studentische Solidaritätsarbeit und internationale Vernetzung von Studierenden.

     
     
     
Zugehörige Galerien:
Plakatwettbewerb "Recht auf Bildung"
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