Zum Ehrentag – Studentisches Engagement verdient Anerkennung und ist unverzichtbar!

Anlässlich des heutigen ersten deutschlandweiten Ehrentags begrüßt der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) e.V. die Initiative zur Würdigung ehrenamtlichen Engagements. Der Ehrentag wurde zum 77. Geburtstag des Grundgesetzes ins Leben gerufen und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. Bis zum 31. Mai finden bundesweit Veranstaltungen statt, die ehrenamtliches Engagement sichtbar machen und dazu einladen, sich an zahlreichen Mitmachaktionen zu beteiligen und sich auszuprobieren.

Im fzs engagieren sich zahlreiche Menschen ehrenamtlich in lokalen Mitglieds-Studierendenvertretungen, Ausschüssen, Arbeitskreisen, Referaten, im Vorstand und in vielen weiteren Gremien. Der Ehrentag ist daher nicht nur Anlass zur Anerkennung dieses Engagements, sondern auch zur Reflexion über die Bedingungen, unter denen Ehrenamt stattfindet.

„Ehrenamtliche Strukturen tragen die studentische Interessenvertretung. Ohne das Engagement zahlreicher Studierender wären selbstorganisierte Mitbestimmung und demokratische Hochschulstrukturen nicht möglich“, erklärt Tabea Herbst, Vorstandsmitglied des fzs.

Der fzs betont zugleich, dass Anerkennung und Sichtbarkeit allein nicht ausreichen. Entscheidend ist auch die Frage, wie Zugänge zu ehrenamtlichem Engagement geschaffen werden können.

„Ehrenamt kann Räume eröffnen, in denen Menschen sich ausprobieren und Verantwortung übernehmen können. Gleichzeitig müssen wir kritisch hinterfragen, wer sich Engagement in der Gesellschaft überhaupt leisten kann und welche Diskriminierungsformen innerhalb ehrenamtlicher Strukturen bestehen“, so Katharina Rummenhöller, Vorstandsmitglied des fzs.

Gerade im Kontext von Studierendenschaften zeigt sich, dass ehrenamtliche Arbeit häufig Aufgaben auffängt, die besser abgesichert sein müssten. Gleichzeitig geraten diese Strukturen zunehmend unter Druck. Verfasste Studierendenvertretungen sind in ihrer Existenz bedroht. Die AfD Sachsen-Anhalt hat einen Antrag im Landtag eingebracht, der die vollständige Abschaffung verfasster Studierendenschaften vorsieht.

„Verfasste Studierendenschaften sind als eigenständige, demokratisch legitimierte Körperschaften mit eigener Finanzhoheit unverzichtbar – ohne sie gibt es keine demokratische Interessenvertretung der Studierenden an Hochschulen. Wir nutzen daher den Ehrentag, um darauf aufmerksam zu machen, dass diese Strukturen nicht nur schützenswert, sondern unverzichtbar für demokratische Hochschulen sind“, so Katharina Rummenhöller weiter.

Der Ehrentag bietet aus Sicht des fzs die Chance, ehrenamtliches Engagement sichtbarer zu machen und gleichzeitig notwendige Debatten über Teilhabe, Zugänglichkeit und Belastungen im Ehrenamt anzustoßen.

Rückfragen können gestellt werden an: 

Katharina Rummenhöller, fzs-Vorstand:

+49 15116807671 oder 

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