Bundesregierung kapituliert vor Zulassungschaos

Mandy Gratz, Mitglied im Vorstand des fzs, kommentiert: „Wenn die Bundesregierung in ihrer Antwort in Zweifel zieht, dass es einen Studienplatzmangel gäbe, gibt sie in Wirklichkeit das vollständige Scheitern des derzeitigen Zulassungssystems zu. Es bleiben zwei Möglichkeiten: Entweder es gibt viele Studienbewerber*innen, die leer ausgehen – dann ist die Zahl von 17.000 verfallenden Studienplätzen ein Skandal. Oder es gibt genügend Studienplätze für alle – dann sind die Zulassungsverfahren eine unnötige Farce. Wir sagen: Der Auftrag des Bundesverfassungsgerichts, die freie Studienwahl ohne NCs umzusetzen, muss nach fast 45 Jahren endlich erfüllt werden. Diese Lehre müssen Bundes- und Landesregierungen aus dem Chaos endlich ziehen. Denn es wäre absolut möglich für alle Interessierten Studienplätze zu schaffen.“

Ben Seel, ebenfalls Vorstandsmitglied, ergänzt: „Das andauernde Scheitern des sogenannten „Dialogorientierten Serviceverfahrens“ zeigt, dass mit einer freiwilligen Zusammenarbeit von Hochschulen nicht weit zu kommen ist. Die Politik hat ihr bestes getan, um die Hochschulen in einen fatalen Wettbewerb darüber zu stürzen, wer am meisten „Elite“ ist. Das zeigt sich auch an den Zulassungs- und Zugangshürden. Wenn sich alle beweisen müssen, wo am elitärsten aufgenommen wird, dann kommt kein kooperatives System zu Stande. Deshalb muss die*der Bundesgesetzgeber den Elitewahn beenden und die Berufsfreiheit endlich wieder durchsetzen.“

Kontakt:

Mandy Grat- mandy.gratz@fzs.de – 015116807671

Ben Seel – ben.seel@fzs.de – 015120942563