Studierende weiterhin ohne Stimme? – Hippler neuer Präsident der Hochschulrektorenkonferenz 

Der jetzige Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) Hippler befürwortet Studiengebühren und die Exzellenzinitiative. Er ist gegen das Promotionsrecht von Fachhochschulen und war im umstrittenen Zusammenschluss der angeblich „herausragenden“ Technischen Universitäten TU9 Gründungspräsident. Als Präsident der selbsternannten „Stimme der Hochschulen“ HRK muss Hippler nun mit Gegenwind rechnen.

Hierzu erläutert Erik Marquardt, Vorstandsmitglied des fzs: „Die Hochschulrektorenkonferenz hat ihre Berechtigung nur als Lobbyverband der Hochschulleitungen. Sie ist nicht die Stimme der Hochschulen. Dieser Slogan muss gestrichen werden und dazu fordern wir Horst Hippler hiermit auf. Außerdem fordern wir die inhaltliche Abkehr von Studiengebühren und Eliteprojekten wie der Exzellenzinitiative.

Die Hochschullandschaft braucht eine Unterstützung auf breiter Ebene, geographisch aber auch institutionsübergreifend. Horst Hippler war Gründungspräsident der sogenannten TU9. Dieser Zusammenschluss der neun größten Technischen Universitäten hat viel dafür getan, dass die Mobilität von Studierenden eingeschränkt wird und strebt eine Rückkehr zur Diplombezeichnung der Abschlüsse an. Hippler muss nun über grundlegende Veränderungen in der HRK nachdenken und emanzipatorische Entwicklungen in Gang setzen. Ob das seine Intention ist, erscheint derzeit jedoch mehr als fragwürdig.“