Ausschuss Politische Bildung

Der neu gegründete Ausschuss politische Bildung beschäftigt sich mit allen Fragen rund um politische Bildung in und um Hochschulen, ein Fokus liegt dabei auf antifaschistischer Bildungsarbeit. Die Kampagne „never again! Aktionstage gegen autoritäre und faschistische Tendenzen“, wird von dem Ausschuss mitgestaltet und betreut.

Die Grundlage der Ausschussarbeit ist das von der Mitgliederversammlung verabschiedete Arbeitsprogramm.

Arbeitsprogramm für den 4. Ausschuss politische Bildung 2021/22

 Der Ausschuss politische Bildung deckt neben dem Bereich der Bildungsveranstaltungen seit 2021 verstärkt auch die Vernetzung von Aktiven in der studentischen politischen Bildung ab.Für 2021/22 ergeben sich daraus verschiedene Arbeitsschwerpunkte.

Bildungsarbeit

In der Bildungsarbeit sind verschiedene Veranstaltungen und Veranstaltungsrahmen geplant.Gemeinsam mit dem Vorstand und dem Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi) wird der Ausschuss im November 2021 die Herbstakademie im Kurt-Löwenstein Haus in Werftpfuhl bei Berlin ausrichten. Das Thema der Herbstakademie „Identität und Klasse. Debatten um verbindende Klassenpoitik und Intersektionalität“ kann Anlass für weitere Arbeit in 2022 sein.Ende Januar/Anfang Februar 2022 wird wieder der alljährliche Kampagnenzeitraum für die never again Kampagne ausgerufen. Der Ausschuss koordiniert dazu die Veranstaltungsfolge, bewirbt die Kampagne, kümmert sich um den Blog und beteiligt sich selbst mit mindestens einer Veranstaltung. Konkret ist geplant, ein eintägiges Seminar zu veranstalten. Nach Kapazität soll dieses möglichst an 2-4 Orten stattfinden, um im Einklang mit dem im letzten Jahr beschlossenen Veranstaltungskonzept für alle Interessierten gut erreichbare Veranstaltungen anbieten zu können. Der Kampagnenzeitraum 2022 soll das Themenfeld „(Post)faschistische Bildung“ bearbeiten und dabei auf Bildung vor und im NS, faschistische Kontinuitäten im Hochschul- und Bildungswesen der Nachkriegszeit und aktuelle Entwicklungen wie etwa die mögliche Bildungstätigkeit der AfD Stiftung eingehen.Der Ausschuss beteiligt sich außerdem an der Planung und Durchführung der zweiten Deutsch-Israelischen Studierendenkonferenz, die der fzs in Kooperation mit der Jüdischen Studierendenunion Deutschlands (JSUD), dem Jungen Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (JuFo-DIG) und weiteren durchführt.Der Ausschuss strebt an, je nach Kapazität der Mitglieder, weitere Veranstaltungen zur politischen Bildung zu organisieren. Dies können auch insbesondere kurze digitale Abendveranstaltungen sein.Themenschwerpunkte sind insbesondere, das Engagement gegen Antisemitismus und Antiziganismus fortzuführen. Außerdem soll der Ausschuss sich verstärkt mit Antifeminismus beschäftigen, dazu soll mit dem Ausschuss Frauen- und Genderpolitik kooperiert werden.

Vernetzung

Die digitale Vernetzung der PolBil-Referate soll fortgeführt und hinsichtlich Strukturierung bzw. Organisation intensiviert werden. Bestenfalls werden die Vernetzungstreffen bestimmten Themen gewidmet, beispielsweise einzelnen Veranstaltungs- oder Bildungsformaten, Werbestrategien, der (kritischen) Auswahl von Referent*innen, inhaltlichen Schwerpunkten, usw. Konkrete Fragestellungen, Inputs oder kurze Präsentationen können helfen, die Treffen zu strukturieren. Während der Austausch über inhaltliche Themen interessant und sinnvoll sein kann, sollte dennoch darauf geachtet werden, dass die Vernetzung weder darauf hinausläuft, dass inhaltliche Homogenität angestrebt oder erwartet wird noch dass sich Menschen als „inhaltlich oder intellektuell überlegen“ profilieren (wollen). Im Vordergrund sollten Unterstützung, Wissensvermittlung und Kontaktknüpfen stehen. Insofern ist ein Fokus auf Wissensaustausch und Skillsharing sinnvoll.Die Treffen müssen in jedem Fall so gestaltet werden, dass sie jederzeit hürdenarm offen für neue Teilnehmer*innen sind.Der Mailverteiler sollte regelmäßig bespielt werden und neben dem Hinweis auf Vernetzungstreffen für Fragen und die Veranstaltungsbewerbung der beteiligten Referate etc. genutzt werden, damit zwischen den Treffen Austausch(möglichkeiten) gegeben ist/sind.Die Treffen sollen eine interessierte Gruppe von Personen schaffen und relevante Themen sammeln und vorbereiten, die auf dem ersten Bundeskongress studentische politische Bildung im Sommer 2022 versammelt werden. Der Bundeskongress wird maßgeblich vom Ausschuss organisiert, gegebenenfalls mit Unterstützung durch den Vorstand. Auf dem Kongress soll die Rolle und Realität der politischen Bildung an Hochschulen diskutiert werden, Workshops und Skillsharing für studentische politische Bildung stattfinden und die Vernetzung der Aktiven intensiviert werden.

Politische Bildung an Hochschulen

Der Ausschuss arbeitet dazu, welche Rolle politische Bildung an Hochschulen einnimmt. Dazu soll zunächst ein Überblick über die aktuelle Situation verschafft werden. Besonders relevant ist dabei das curriculare Angebot. Außerdem soll auch das studentisch organisierte und das extracurriculare Angebot eingeschätzt werden.Der Ausschuss soll eine Position für den fzs zur Verankerung und Rolle der politischen Bildung in Studiengängen und an Hochschulen erarbeiten. Außerdem sollen förderliche Bedingungen für ein umfassendes studentisch organisiertes Bildungsangebot herausgearbeitet werden, besonders durch die Vernetzung mit Aktiven. Daraus sollen einerseits Forderungen an Hochschulen und Politik und andererseits Hilfestellungen für Studierende und Studierendenvertretungen entstehen.

Ausschussmitglieder

  • Insa Nelke
  • Julia Hamacher
  • Jonathan Dreusch
  • Andreas Stahl
  • Rahel Schüssler
  • Ali Simsek