Awareness-Konzept des freien zusammenschluss von student*innenschaften (fzs)

Warum Awareness?

Veranstaltungen des fzs bringen Menschen mit unterschiedlichen sozialen, kulturellen und persönlichen Hintergründen zusammen. Damit dabei alle sicher, respektiert und gehört teilnehmen können – unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Behinderung, Religion, sexueller Orientierung oder anderen Faktoren – braucht es eine gemeinsame Haltung: Achtsamkeit, Respekt und Verantwortung.

Awareness bedeutet: Wir schaffen Räume, in denen Diskriminierung, Grenzüberschreitungen und Ausschlüsse nicht einfach hingenommen werden – und in denen Betroffene Unterstützung erfahren.

Grundsätze des Umgangs

1. Definitionsmacht liegt bei der betroffenen Person

Was eine Grenzüberschreitung ist, bestimmt allein die betroffene Person. Nicht die Absicht zählt, sondern die Wirkung. Es braucht kein Beweis und keine Erklärung – Respekt beginnt mit dem Ernstnehmen von Rückmeldungen.

2. Konsens ist Grundvoraussetzung

Ob Gespräch, körperlicher Kontakt oder sensibler Humor – Zustimmung ist immer notwendig. Nur ein klares Ja ist ein Ja. Alles andere ist als Nein zu verstehen.

3. Privilegien reflektieren, Verantwortung übernehmen

Diskriminierung passiert oft unbeabsichtigt – z. B. durch Sprache, Ausschlussmechanismen oder unbedachte Fragen. Wer sich seiner gesellschaftlichen Position bewusst ist, kann besser vermeiden, andere zu verletzen oder unsichtbar zu machen. Awareness beginnt bei Selbstreflexion.

4. Respektvolle Kommunikation

  • Frag nach Pronomen – aber nicht nach Geschlechtsidentität.
  • Frag nach Aussprache – aber nicht nach Herkunft.
  • Hör zu – statt zu relativieren.
  • Lass andere ausreden – auch bei Meinungsverschiedenheiten.

5. Solidarität statt Zusehen

Wenn du diskriminierendes oder grenzüberschreitendes Verhalten beobachtest: Schau nicht weg. Frag Betroffene, ob sie Unterstützung möchten – oder wende dich an das Awareness-Team. Lieber einmal zu viel reagieren als einmal zu wenig.

Konkrete Maßnahmen des Awareness-Teams vor Ort

Bei Mitgliederversammlungen und größeren Veranstaltungen gibt es ein Awareness-Team. Es ist ansprechbar bei Grenzüberschreitungen, Unsicherheiten oder einfach zum Reden – anonym, parteilich und unterstützend.

📞 Telefonisch erreichbar unter: +49 157 54373131

🦺 Erkennbar durch Westen oder im Awareness-Raum

Materialien

Anonyme Meldemöglichkeit

Über unser Online-Formular kannst du diskriminierende oder grenzüberschreitende Vorfälle auch anonym melden. Das Awareness-Team und die Antidiskriminierungsbeauftragten werten alle Hinweise sorgfältig aus:

🌐 www.fzs.de/ueber_uns/antidiskriminierungsbeauftragte

Barrierearmut

Wir achten darauf, dass Tagungsräume, Toiletten, Ruhe- und Essbereiche möglichst barrierearm gestaltet sind. Dazu gehört:

  • Rollstuhlgerechte Zugänglichkeit
  • Dolmetschung, barrierefreie Unterlagen (Braille/digital)
  • Rückzugsräume für Reizreduktion/Ruheräume
  • Berücksichtigung individueller Bedürfnisse bei der Anmeldung
  • Kinderbetreuung

Wir ermöglichen Teilhabe für Sorgeberechtigte: Wenn möglich, wird eine Kinderbetreuung organisiert – nach Anmeldung. Falls nicht umsetzbar, wird das frühzeitig kommuniziert.

Ergänzung: Awareness bei Abendveranstaltungen & Freizeitformaten

Auch bei Feiern, geselligen Abenden oder informellen Veranstaltungen gilt: Awareness endet nicht, wenn der Plenumstag vorbei ist. Alkohol, Rauschmittel und Feierlaune dürfen keine Entschuldigung für grenzüberschreitendes Verhalten sein.

Unsere Grundsätze für Abendveranstaltungen:

  1. Respekt bleibt die Basis. Konsens ist auch hier unerlässlich. Alkohol mindert keine Verantwortung. Grenzen gelten immer.
  1. Kein Raum für Diskriminierung.

Sexistische, rassistische, ableistische, queerfeindliche oder andere diskriminierende Aussagen oder Handlungen werden nicht geduldet. Wer dagegen verstößt, kann von der Veranstaltung ausgeschlossen werden.

3. Alkoholfrei ist immer okay.

Wir gestalten Räume, in denen sich Menschen wohlfühlen, die nicht trinken wollen oder dürfen. Alkoholfreie Alternativen gehören selbstverständlich dazu. Bitte fragt Menschen nicht widerholt ob sie Alkohol konsumieren möchten oder macht abwertige Kommentare falls das nicht der Fall ist.

4. Drogenkonsum:

Der Konsum illegaler Substanzen auf Veranstaltungsflächen ist nicht gestattet – aus rechtlichen Gründen. Selbst wenn dies nicht so wäre, würden wir trotzdem daran erinnern wollen, dass Drogenkonsum immer dazu führen kann sich selbst und sein Verhalten nicht unter Kontrolle zu haben. Ebenfalls kann das Mitbekommen von Konsum Menschen triggern. Der Besuch einer fzs Veranstaltung kann durchaus ohne Drogenkonsum stattfinden – das wünschen wir uns.

5. Awareness bleibt erreichbar.

Das Awareness-Team steht (wenn möglich) auch bei Abendveranstaltungen bereit – vor Ort oder telefonisch unter:

📞 +49 157 54373131

6. Rückzugsräume & Gesprächsmöglichkeiten.

Wenn du dich unwohl fühlst oder Ruhe brauchst, gibt es – wo möglich – Rückzugsräume. Sprich das Awareness-Team an.

📬 Kontakt & Feedback

Awareness-Arbeit ist ein laufender Prozess. Wir lernen ständig dazu – gemeinsam mit euch.

💬 Rückmeldungen, Kritik und Hinweise sind willkommen:

📧 

🌐 www.fzs.de/ueber_uns/antidiskriminierungsbeauftragte

fzs steht für solidarische Räume. Wir schaffen sie nicht allein – aber gemeinsam. Awareness ist nicht Kontrolle. Es ist Fürsorge.

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